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Checkliste: So nehmen Sie Behandlungseinheiten und andere Geräte außer Betrieb

Im Kontext der Corona-Krise schließen viele Praxen ihren Prophylaxe-Raum, einzelne Behandlungszimmer oder – nach behördlicher Anordnung – die ganze Praxis. Der Technische Service gibt Tipps, wie man die Geräte auf die Stilllegung vorbereitet, damit nach der Zwangspause ein reibungsloser Neustart gelingt.

 

Das Behandlungszimmer wird geschlossen und Sie müssen die Behandlungseinheit außer Betrieb nehmen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auch für viele Zahnarztpraxen gravierend. Aufgrund des Patientenrückgangs gehen einige Zahnarztpraxen dazu über, einzelne Zimmer nicht mehr zu nutzen und die dortigen Geräte vorübergehend außer Betrieb zu nehmen. In unserem Artikel > Corona-Krise: Wirtschaftliche Hilfe für die Zahnarztpraxis gehen wir näher auf die finanziellen Hilfsmöglichkeiten ein, die sich Ihnen bieten.

Bevor man einzelne Behandlungszimmer oder die ganze Praxis zuschließt, gilt es einige wichtige Punkte zu beachten, damit die Geräte während der Standzeit keinen Schaden nehmen und die spätere Wiederinbetriebnahme problemlos klappt.

Wir haben gemeinsam mit Experten vom Technischen Service Checklisten erstellt, wie Sie die einzelnen Geräte optimal auf längere Betriebspausen vorbereiten.

Checkliste Behandlungseinheiten: So nehmen Sie ihre Stühle außer Betrieb

 

Betriebspausen von Behandlungseinheiten, Kompressor und Saugmaschine

  • Absauganlage mit Desinfektionsmittel durchsaugen.
  • Speibecken reinigen und desinfizieren entsprechend dem täglichen und wöchentlichen Pflegeplan des Herstellers.
  • Oberflächen und Polster mit einem weichen Tuch reinigen und mit einem vom Hersteller zugelassen Desinfektionsmittel desinfizieren.
  • Patientenstuhl der Behandlungseinheit hochfahren.
  • Alle Behandlungsgeräte einzeln ausschalten und den Druck von Wasser und Luft über die Multifunktionsspritze ablassen.

Wird die gesamte Praxis und nicht nur einzelne Behandlungszimmer für eine gewisse Zeit stillgelegt, sind außerdem die nachfolgenden Schritte erforderlich:

  • Kompressor ausschalten und wenn möglich den Netzstecker ziehen
  • Saugmaschine ausschalten und wenn möglich den Netzstecker ziehen.
  • Bei Nassabsaugungen den Filter entfernen und reinigen.

WICHTIG:

Grundsätzlich sind die meisten Geräte in einer Zahnarztpraxis nicht für eine längere Betriebspause ausgelegt. In Behandlungseinheiten, Kompressoren und Sauganlagen können hohe Keimbelastungen und durch Ablagerungen gravierende Schäden entstehen, wenn sie zu lange außer Betrieb sind.

Deshalb weisen unsere Techniker darauf hin, dass die Geräte auch während einer längeren Betriebspause gemäß den Pflegeplänen der Hersteller durchgespült und gereinigt werden müssen. Auf Wunsch kommt auch ein Techniker von Henry Schein einmal in der Woche für eine Stunde in Ihre Praxis, um die Geräte zu kontrollieren und einmal laufen zu lassen. Wie Sie einen Techniker-Besuch in Krisenzeiten richtig vorbereiten, erfahren Sie in unserem Artikel > Hilfe? Aber sicher! – Techniker-Besuch richtig vorbereiten.

> Download der Checkliste Betriebspause Behandlungseinheit

 

Wenn nach einer solchen Standzeit die Geräte wieder in Betrieb genommen werden, müssen ebenfalls einige Punkte beachtet werden, um Schäden insbesondere in den wasserführenden Bereichen zu vermeiden.

Erfahren Sie aus dem Beitrag > Checkliste: So nehmen Sie Behandlungseinheiten und andere Geräte außer Betrieb wie Sie in wenigen einfachen Schritten die Behandlungsstühle in Ihrer Praxis nach einer Betriebspause wieder starten.

Checkliste Hygienegeräte : So nehmen Sie  Steri & Co. außer Betrieb

Vor einer Stilllegung der Hygiene-Geräte sollten alle Medizinprodukte aufbereitet sein. Grundsätzlich sollten Sie Autoklaven, Desinfektor, Steri und andere Geräte immer entsprechend der Herstellerinfo außer Betrieb nehmen.

Auch an Hygiene-Geräte (DAC, Steri Thermodesinfektor) können Schäden entstehen, wenn sie zu lange außer Betrieb sind. Wer sich an die Empfehlungen der Hersteller hält, und die Geräte entsprechend auch während der Betriebspause gemäß den Vorgaben durchlaufen lässt, ist auf der sicheren Seite.

Die typischen Schritte haben wir hier einmal zusammengefasst.

Sterilisator außer Betrieb nehmen

  • Tür öffnen, Gerät ausschalten.
  • Bei Geräten mit interner Wasserversorgung (Tank) müssen beide Tanks entleert und gereinigt werden (faserfreie Tücher verwenden). Bei Geräten mit externer Wasserversorgung (Aufbereitung) den Wasserzulauf schließen.
  • Netzstecker ziehen.
  • Im Ionenaustauscher bei längeren Standzeiten Kartuschen austauschen lassen, da sich auch hier die Keime vermehren können.

Außerbetriebnahme DAC Universal

  • Wöchentliches „Check & Clean“ durchführen
  • Wassertank entleeren, Tank reinigen (faserfreie Tücher verwenden)
  • Gerät ausschalten, Netzstecker ziehen

Siegelgeräte für Betriebspause vorbereiten

  • Gerät ausschalten
  • Netzstecker ziehen

Außerbetriebnahme RDG

  • Prozessmedien (Chemie) entfernen
  • Lanzen in einen Eimer mit Wasser legen und das System entlüften
  • Gerät ausschalten
  • Wasserzulauf schließen
  • Netzstecker ziehen

Außerbetriebnahme Zubehör  (Drucker, Etikettendrucker, Geräte für die Protokollaufzeichnung)

  • Protokolldaten auslesen und sichern,
  • Geräte ausschalten, Netzstecker ziehen

> Download der Checkliste Betriebspause Hygienegeräte

Checkliste: Außerbetriebnahme Netzwerk, CAD/CAM, Röntgen

Netzwerk, Praxis-Server und IT

  • Machen Sie ein Backup des Servers.
  • Prüfen Sie die Datensicherung, bevor Sie die Praxis schließen!
  • Schalten Sie Computer-Anschlussgeräte wie Scanner, Lautsprecher und Drucker aus.
  • Schalten Sie folgende Geräte nicht aus:
    ·      Faxgeräte
    ·      Telefone
    ·      Server und Sicherungsfestplatten
    ·      Sicherheitssysteme

CAD/CAM

  • Führen Sie die vom Hersteller vorgeschlagene Reinigungsprozedur der Fräsmaschine durch.
  • Nehmen Sie das Gerät vom Strom
  • Leeren Sie, wenn möglich, das Wasserfach aus.

Röntgen

  • Schalten Sie alle Röntgengeräte ab.

> Download der Checkliste Betriebspause Netzwerk, CAD/CAM, Röntgen

 Patientenkommunikation nicht vergessen: Sorgen Sie für Transparenz

Informieren Sie Ihre Patienten auf allen Kanälen über Einschränkungen im Praxisbetrieb – und welche Leistungen Sie wie gewohnt anbieten.

  • Nutzen Sie dazu nicht nur Aushänge in der Praxis, sondern bespielen Sie alle Kanäle, über die sich Ihre Patienten über Ihre Praxis informieren: Praxis-Website, Facebook, Aushänge vor der Praxis, Newsletter.
  • Rufen Sie Patienten mit bereits vereinbarten Terminen an, um sich zu vergewissern, dass sie auch erscheinen werden.
  • Und vergessen Sie nicht, Ihren Anrufbeantworter zu besprechen.

Besonders wichtig ist es in der derzeitigen Situation, Ihren Patienten deutlich zu machen, dass ein notwendiger Besuch in der Zahnarztpraxis weiterhin problemlos möglich ist. Kommunizieren Sie, wie hoch die Hygienestandards in Ihrer Praxis sind.

Weisen Sie auf den oben genannten Kanälen also auch auf die allgemeinen und vor allem die zusätzlichen Infektionsschutzmaßnahmen Ihrer Praxis hin. Zusätzliche hilfreiche Informationen lesen Sie im Beitrag > Tipps zur Patientenkommunikation in Krisenzeiten.

Was Sie sonst noch bedenken sollten: Checkliste Praxisschliessung

Wird die gesamte Praxis für eine ganze Woche oder länger geschlossen, geht es nicht nur um die korrekte Außerbetriebnahme von Behandlungseinheiten und anderen Geräten, sondern um das gesamte Praxismanagement und vor allem die Kommunikation mit Patienten und den verschiedenen Dienstleistern und Geschäftspartnern.

  • Absprache mit Dentallabor und Material-Zulieferer
  • Haltbarkeit angebrochener Materialien prüfen, richtige Lagerung veranlassen (siehe Herstellerinformationen).
  • Planen Sie schon jetzt die Verbrauchsmaterialien ein, die an den ersten Tagen nach der Wiedereröffnung benötigt werden.
  • Postlagerung oder Weiterleitung veranlassen
  • Reinigungskraft informieren, gegebenenfalls Grundreinigung vereinbaren
  • Praxiswäsche zur Wäscherei
  • Abo-Service aussetzen (Zeitungs-, Blumen-, Lunchlieferung etc.)

> Download der Checkliste Praxisschliessung

 

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