Hygiene in der Zahnarztpraxis

Hygiene in der Zahnarztpraxis einfach effizient gestalten

Die Hygiene-Standards für eine Zahnarztpraxis sind heute sehr hoch. Praxisinhaber stehen vor der Herausforderung, für Sicherheit und Effizienz in der Praxishygiene  zu sorgen.

 

Die Hygiene in der Zahnarztpraxis ist stark reglementiert und wird von staatlicher Seite überwacht. Gesetze, Richtlinien und Empfehlungen ändern sich, immer wieder kommen neue Verordnungen hinzu. Das Ziel ist klar: das Risiko für die Übertragung von Krankheitserregern und daraus folgende Infektionen soll so weit wie möglich minimiert werden. Informationen über den aktuellen Stand der Empfehlungen finden Zahnarztpraxen zum Beispiel auf der > Website der Bundeszahnärztekammer.

Die Hygiene ist aber auch ein wichtiger Imagefaktor für Ihre Praxis. Wie Sie dies bestmöglich im Praxismanagement berücksichtigen, lesen Sie im Beitrag > Alles sauber hier? Der kritische Patientenblick sieht mehr, als man denkt.

Die steigende Zahl der Vorschriften sorgt aber auch dafür, dass in den letzten Jahren der Aufwand für ein korrektes Hygiene-Management stark angestiegen ist. Abhilfe schaffen moderne Lösungen für ein effizientes Hygienemanagement, mit dem Praxisinhaber den Prozess in ihrer Praxis einfacher, schneller und sicherer gestalten können.

    1. Hygiene-Management in der Praxis von Dr. Weyhrauch
    2. Wie Sie mit wenig Aufwand Ihre Praxishygiene in den Griff bekommen
    3. Sind Sie fit für eine Praxisbegehung?

1. Effizientes Hygiene-Management in der Praxis von Dr. Weyhrauch

Die Zahnarztpraxis von Dr. Weyhrauch ist ein gutes Beispiel, wie Sie Ihren Patienten ganz einfach einen angemessenen Hygienestandard bieten können, indem Sie auf moderne Technologien setzen.

Das Hygiene-Management von Dr. Weyhrauch und seinem Team erfüllt höchste Ansprüche. In der Zahnarztpraxis am Fliednerplatz wird strikt auf die Einhaltung der geltenden Richtlinien geachtet. Modernste Geräte und ein etabliertes Qualitäts-Managementsystem sorgen für mehr Effizienz und positives Patientenfeedback. Auch eine Praxisbegehung bereitet kein Kopfzerbrechen mehr (lesen Sie dazu auch unsere 10 Punkte, die Sie in Bezug auf eine Praxisbegehung im Blick haben sollten).

 

2. Hygienemanagement-Software: Mit wenig Aufwand die Praxishygiene in den Griff bekommen

Die Hygiene in der Zahnarztpraxis nimmt im alltäglichen Workflow immer mehr Zeit in Anspruch. Für viele Praxisinhaber wird das zu einer großen Herausforderung, auch angesichts der zunehmenden Personalknappheit. Sinnvoll ist es deshalb, in effiziente Abläufe und eine Digitalisierung der Prozesse zu investieren. Neben vernetzten Geräten sorgen vor allem intelligente Software-Lösungen für große Zeitgewinne in der täglichen Praxishygiene.

Die Hygienemanagement-Software DOCma® wurde mit Zahnärzten und Instituten entwickelt. Praxen können damit ihren Hygieneprozess effizient und rechtskonform gestalten und ihre Lagerhaltung optimieren.

Das System bietet im Rahmen der Praxishygiene die Möglichkeit, Material und Sterilgut mit Charge den behandelten Patienten zuzuordnen. Selbstverständlich werden die gesetzlichen Anforderungen bei der Dokumentation mit DOCma® berücksichtigt.

Sie möchten wissen, wie DOCma funktioniert? Schauen Sie sich jetzt unser Video an!

Die 5 wichtigsten Gründe, warum Sie mit DOCma® in Sachen Praxishygiene bestens aufgestellt sind.

  1. Bewährt bei Praxisbegehungen
  2. Ersparnis von Zeit und Geld
  3. Dokumentation der Hygienekette
  4. Eine Lösung für alle Prozesse
  5. Prüfbarkeit aller Vorgänge

Bereits bei der Praxisplanung sollten Sie die Themen Hygiene und Digitalisierung im Blick haben. Um typische Fehler zu vermeiden, lesen Sie hier, was Sie bei der Gründung beachten sollten. Auch bei der Praxisübergabe kann Ihre Hygieneeinrichtung eine ausschlaggebende Rolle spielen. Ein Bestandteil dieser Einrichtung könnte die neue Hygienemanagement-Software DOCma® sein.

3. Der Praxishygiene-Check: Sind Sie fit für eine Praxisbegehung?

Hygienemanagement beinhaltet viel mehr als nur die Wahl des richtigen Einmalhandschuhs und den sachgerechten Einsatz von Desinfektionsmitteln. Praxisinhaber müssen eine ganze Reihe von aktuellen Vorgaben kennen und beachten, um einer Praxisbegehung gelassen entgegensehen zu können.

Gesetzliche Bestimmungen sind strenger geworden und es wird bei der Praxisbegehung penibel auf ihre Einhaltung geachtet. Wasseraufbereitung, Dokumentation, Hygieneschulungen – es gibt viel zu beachten, um die Vorgaben der Behörden für ein regelkonformes Hygienemanagement zu erfüllen.

Wir haben Ihnen einige besonders relevante Fragen aufgeschrieben, mit denen Sie mögliche Schwächen der Hygiene in Ihrer Zahnarztpraxis aufdecken können.

Hygiene in der Zahnarztpraxis – Der Check vor der Praxisbegehung

  1. Ist ein Qualitätsmanagementsystem für die Standardisierung und Nachvollziehbarkeit des Aufbereitungsprozesses vorhanden?
    Mit allen für die Aufbereitung relevanten Daten z. B. Arbeitsanweisungen, Verfahrensanweisungen, Verantwortlichkeiten, Checklisten, Hygienerahmenplan, Arbeitsanweisungen, Fortbildungsnachweise? 
  2. Ist eine ausreichende Personalqualifikation vorhanden?
    Alle mit der Aufbereitung von MedizinproduktenBeauftragten müssen über eine geeignete Ausbildung oder Fortbildung sowie einschlägiger, beruflicher Tätigkeit hinsichtlich der jeweiligen Tätigkeit über aktuelle Kenntnisse verfügen (§ 8 Abs. 4 in Verbindung mit § 5 Nr. 1 MPBetreibV). Die Sachkenntnis zur Aufbereitung umfasst folgende Inhalte (Anlage 6 der KRINKO-BfArM-Empfehlung): 

    • Instrumentenkunde (ggf. fachgruppenspezifisch), 
    • Kenntnisse in Hygiene/Mikrobiologie (einschließlich Übertragungswege), 
    • Risikobewertung und Einstufung von Medizinprodukten, 
    • Schwerpunkte der Aufbereitung 
    • räumliche und organisatorische Aspekte der Aufbereitung, 
    • Erstellen von Verfahrens- und Arbeitsanweisungen zur Aufbereitung, 
    • Rechtskunde (MPG, MPBetreibV, BioStoffV). 
  3. Sind alle räumlichen Anforderungen erfüllt?
    Dazu gehören z. B.
    Grundfläche, Arbeitsflächen, Behandlungszimmer, Aufbereitungsraum, Umkleideraum, Sozialräume, Raumluft, Toiletten, Böden, überkreuzen von Wegen möglichst vermieden (§ 8 Abs. 4 in Verbindung mit § 5 Abs. 3 MPBetreibV und TRBA 250). 
  4. Ist der Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung sowie die erforderlichen Hygienemaßnahmen im Qualitätsmanagementsystem festgelegt?
    Dazu gehören z.B. flüssigkeitsdichte Schutzkleidung, Flüssigkeitsdichte langstulpige Schutzhandschuhe, Augen- und Mund-Nasen-Schutz.
  5. Gibt es eine Gefährdungsbeurteilung nach §5 und 6 des Arbeitsschutzgesetzes?
    z. B. Schutzausrüstung, Umkleide und Pausenraum, Biostoffverordnung.
  6. Sind die Risikobewertung und Einstufung der Medizinprodukte vorhanden?
    Einstufung entsprechend der Anwendung unkritisch, semikritisch und kritisch, sowie nach den Anforderungen an die Aufbereitung des Produkts (A, B oder C).
  7. Sind die Herstellerangaben zur Aufbereitung vorhanden?
    Der Medizinproduktehersteller muss dem Betreiber ausreichende Angaben zu Verfügung stellen (Richtlinie 93/42/EWG, DIN EN ISO 17664). Die Aufbereitung ist unter Berücksichtigung der Angaben der Hersteller durchzuführen (§ 8 Abs. 1 MPBetreibV). 
  8. Ist die Verfahrensvalidierung vorhanden?
    Geeignete validierte Verfahren im Sinne des § 8 Abs. 1 MPBetreibV sind Verfahren, welche ein definiertes Ergebnis (insbesondere Sauberkeit, Keimarmut/Sterilität und Funktionalität) reproduzierbar und nachweisbar ständig erbringen. 
  9. Sind die Intervalle für Wartung und Validierung eingehalten?
    Zum Betrieb von Reinigungs-Desinfektionsgeräten (RDG) und Sterilisator sind die Intervalle für Wartung, Validierung und Routineprüfungen unter Berücksichtigung der Angaben von Hersteller und Validierer festzulegen.  
  10. Wird eine Reinigungs- und Funktionskontrolle/-Pflege durchgeführt?
    Nach Reinigung und Desinfektion muss eine optische Kontrolle der Medizinprodukte auf Sauberkeit, Korrosion, Risse, Verformungen und Bruch erfolgen. Für die visuelle Beurteilung ist regelmäßig eine Lupe, gegebenenfalls auch mit leistungsfähiger Lichtquelle erforderlich. Festgestellte Verunreinigungen sind im unreinen Bereich zu entfernen. 
  11. Ist eine Sterilgutverpackung und Kennzeichnung vorhanden?
    Für die Siegelprozesse müssen Validierer Intervalle von Routineprüfungen, Wartungs- und Validierungsarbeiten festgelegt werden (nach Herstellervorgaben). In regelmäßigen Abständen müssen Probesiegelnähte erstellt und begutachtet werden (optische Kontrolle, Peeltest). Bei Siegelgeräten müssen jährlich die Siegelnaht-Zugfestigkeitsprüfungen erfolgen. 
  12. Erfolgt eine Sterilgutfreigabe?
    Mit der Sterilgutfreigabe wird der korrekte Ablauf des gesamten Aufbereitungsprozesses bestätigt. Zu berücksichtigen sind:

    • Ergebnis der letzten Routineprüfungen von Geräten des Aufbereitungsprozesses 
    • Prozessparameter der Sterilisation und gegebenenfalls der maschinellen Reinigung/Desinfektion 
    • Umschlag von Indikatoren 
    • Ergebnis der Prüfung des Reinigungserfolgs 
    • Unversehrtheit der Verpackung 
    • Unversehrtheit aller Versiegelungen 
    • Trockenheit der Verpackung mit Angabe der maximal akzeptierten Nachtrocknungszeit 
    • Lesbarkeit und Vollständigkeit der Kennzeichnung 
  13. Finden regelmäßige Lagerkontrollen statt?
    Medizinprodukte sind staubgeschützt, sauber, trocken bei Raumtemperatur zu lagern. Verfallene oder überlagerte Medizinprodukte müssen aussortiert werden. 
  14. Sind die Normen und Prüfungen im Bereich Wasser eingehalten?
    Dazu gehören z. B. Wasserproben, DGSV Zulassung, MPG Zulassung, Wartung.
  15. Sind die Fenster mit Insektenschutz ausgestattet? 
  16. Werden an den Einheiten jährlich Wasserproben entnommen und durch ein akkreditiertes Labor untersucht? 
  17. Befindet sich alle Kühlschränke außerhalb des Aufbereitungsraumes? 

Extra-Tipp: Achten Sie auch auf Stellen, die man häufig vergisst, wie beispielsweise Vorhänge oder Blumen, die in den Behandlungsräumen nicht vorhanden sein dürfen. Bilder beispielsweise müssen abwaschbar sein. 

Sollten Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit Nein beantworten, besteht umgehender Handlungsbedarf. Kontaktieren Sie am besten einen zertifizierten Hygienespezialisten oder Techniker, der sich mit den Vorgaben auskennt und gemeinsam mit Ihnen an einer Lösung arbeitet. Zur Unterstützung der Vorbereitung werden gemeinsam vor Ort die wichtigsten Punkte, auf die bei einer Praxisbegehung zu achten sind, durchgesprochen. 

Beachten Sie, dass für implantologische Praxen besondere Anforderungen gelten. Welche Anforderungen dies im Detail sind, lesen Sie in unserem Artikel „Hygiene in der implantologischen Praxis“.

Hygiene im Dentallabor

Sie führen keine Zahnarztpraxis, sondern sind Inhaber eines Dentallabors? Dann geht Sie das Thema Hygiene ebenfalls an.

Lesen Sie in unserem Artikel „Saubere Sache: Hygiene im Dentallabor“, worauf Sie als Laborinhaber besonders achten sollten.

 

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