Instrumentenaufbereitung: Neugestaltung Steriraum

Sterilisationsraum: Zahnarzt berichtet über Neugestaltung

Ein moderner Sterilisationsraum vereinfacht die Instrumentenaufbereitung und die sichere Dokumentation. Das zeigt das Beispiel von Zahnarzt Dr. Julian Ressel.

 

Dr Ressel über die Neuplanung seines Sterilisationsraums.
Dr. Julian Ressel in seiner Praxis. (Bildnachweis: Christian Bruch)

Wer Dr. Julian Ressel fragt, ob es sich gelohnt hat, in einen neuen Sterilisationsraum zu investieren, erhält eine klare Antwort: „Es tut gut, zu wissen, dass sämtliche Hygienevoraussetzungen erfüllt sind und wir alle Instrumente nach den neuesten Anforderungen aufbereiten.“

Dr. Ressel hat die Zahnarztpraxis in der baden-württembergischen Kleinstadt Donzdorf zum Jahresbeginn übernommen, nach mehrjähriger gemeinsamer Tätigkeit mit seinem Vorgänger.

Als im März die Coronakrise Deutschland erreichte, entschied er sich dazu, die geplante Modernisierung der Praxis vorzuziehen. Im April wurden die Räume renoviert, Geräte erneuert und die Arbeitsprozesse komplett auf digital umgestellt.

„Etwas seltsam hat es sich schon angefühlt, so viel Geld auszugeben, während andere versucht haben, es zusammenzuhalten“, sagt der Zahnarzt rückblickend. „Aber es war der richtige Schritt.“ Besonders wichtig war für ihn dabei, einen neuen Sterilisationsraum zu gestalten.

Orientierung bei der Planung des Sterilisationsraums

Der Sterilisationsraum in der Zahnarztpraxis muss zahlreiche Anforderungen erfüllen – zum Beispiel hinsichtlich der Quadratmeterzahl, der Beschaffenheit der Arbeitsflächen und Böden und auch der Platzierung der Anschlüsse für Strom, Wasser oder Druckluft.

Aus eigener Erfahrung empfiehlt Dr. Ressel daher, sich im ersten Schritt über die jeweiligen Voraussetzungen und die erforderlichen Maßnahmen zu informieren. Hier kann auch die Zusammenarbeit mit der jeweiligen Landeszahnärztekammer hilfreich sein.

Mehr Effizienz dank moderner Geräte

Sobald es an die Umsetzung geht, empfiehlt Dr. Ressel, auf die Expertise professioneller Berater zu vertrauen. Diese wissen, worauf zu achten ist, und können Zahnärzten in allen Fragen der Raumgestaltung zur Seite stehen. „Wir haben den Büro- und Lagerbereich verkleinert und die frei gewordene Fläche in den Sterilisationsraum integriert. Damit haben wir nun größere Arbeitsflächen zur Verfügung und können die unterschiedlichen Schritte der Aufbereitung einfacher durchführen.“

Die Geräteausstattung im Hygienebereich hat Dr. Ressel in diesem Jahr nur geringfügig verändert, da hier bereits 2015 eine Modernisierung stattfand. „Mithilfe der hochwertigen Technik können wir die hohe Qualität der Aufbereitung sicherstellen“, so der Zahnarzt. Zur Desinfektion von Instrumenten sind in der Zahnarztpraxis bereits seit mehreren Jahren ein Thermodesinfektor sowie ein DAC im Einsatz.

Dank der Geräte gelingt die Aufbereitung deutlich schneller. Das schätzt Alexandra Kasper, die Hygienefachkraft der Praxis. „Der DAC und der Thermodesinfektor erleichtern meine Arbeit enorm“, bekräftigt Kasper. Denn anders als früher müsse sie die Instrumente nicht mehr händisch und einzeln aufbereiten. Das übernehmen nun die Geräte – gebündelt und in kurzer Zeit.

Besonders gut gefällt Kasper, dass der DAC zudem Entlastung bei der Instrumentenpflege schafft. „Das aufwendige Ölen der Hand- und Winkelstücke sowie der Turbinen entfällt komplett. Bis auf die Kopfölung gehören Spraydosen der Vergangenheit an.“

Bildergalerie: Instrumentenaufbereitung im Sterilisationsraum der Zahnarztpraxis

Dokumentation der Instrumentenaufbereitung in der Zahnarztpraxis

Alle Schritte der Aufbereitung im Sterilisationsraum werden in der Praxis von Dr. Ressel über eine Hygienemanagement-Software dokumentiert. So sind die Hygienegeräte über eine Schnittstelle mit dem Praxisnetzwerk verbunden. In der Software werden dann die Protokolle von Thermodesinfektor, DAC und Siegelgerät übernommen und zur Freigabe angezeigt. „Anhand des Protokolls prüfe ich am Computer, ob alles fehlerfrei gelaufen ist. In der Regel ist das der Fall“, sagt Kasper. „Nach Kontrolle des Vorgangs gebe ich die Charge am PC frei. So wird dann automatisch ein nachvollziehbarer Prozess in der Software gespeichert – und zwar mit Protokoll, Chargennummer und Checkliste. Wenn ich zuvor Abweichungen notiert habe, werden diese ebenfalls dokumentiert.“

Zusätzlich werden die Instrumente unter einer Lupe kontrolliert. Danach werden sie bis zur Behandlung gelagert, gegebenenfalls nach vorheriger Verpackung und Sterilisation. Bei den softwaregestützten Prozessen sieht Kasper ebenfalls einen großen Vorteil: Anstatt die verpackten Instrumente per Hand zu beschriften, wird nach Freigabe des Prozesses über die Software für jede Verpackung ein Etikett erzeugt. Das Etikett enthält Verfallsdatum, Chargennummer und einen Barcode. Später kann so im Behandlungszimmer nach dem Eingriff sehr schnell und einfach per Scanner die im Barcode enthaltene Chargennummer dem Patienten zugeordnet werden.

Aus Sicht von Dr. Ressel ist es unverzichtbar, die Instrumentenaufbereitung in der Zahnarztpraxis mithilfe einer solchen Hygienemanagement-Software zu dokumentieren. „Heutzutage sind die Hygieneanforderungen sehr hoch. Diese lassen sich nicht durch Prozesse erfüllen, wie sie früher stattgefunden haben.“ Die Verwendung der Software schafft die zentrale Grundlage dafür, die Aufbereitung nach Norm nachweisen zu können. Das ist auch bei der Validierung und bei Praxisbegehungen relevant.

Gesundheitsschutz für Patienten und Team

Die rechtskonform dokumentierte Aufbereitung bietet darüber hinaus einen Mehrwert in der Patientenkommunikation. „Wir können verunsicherten Patienten – gerade in der aktuellen Corona-Situation – Sicherheit geben, indem wir ihnen sagen: Wir erfüllen in unserer Praxis alle relevanten Hygieneanforderungen. Sie können uns guten Gewissens aufsuchen“, sagt Dr. Ressel. Das sei natürlich auch für die eigenen Mitarbeiter wichtig. „Wir schützen unsere Patienten, und wir schützen uns selbst.“

 

Hygieneberatung von Henry Schein Dental

Ein Spezialisten-Team von Henry Schein Dental unterstützt Zahnärzte dabei, ein individuelles und rechtskonformes Hygienekonzept umzusetzen und sich so im Hygienebereich langfristig aufzustellen. Die Beratungsleistung umfasst alle notwendigen Schritte – wie zum Beispiel Planung, Lieferung und Installation der Geräte, Schulung sowie Integration der Hygienemanagement-Software DOCma®.

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