Intraoralscanner kaufen beratung

Intraoralscanner in der Praxis – Fakten zur digitalen Abformung

Intraoralscanner ermöglichen einen kompletten digitalen Workflow in der Zahnarztpraxis und zwischen Praxis und Labor. Hier finden Sie einen aktuellen Überblick zu Funktionen, Vorteilen und Kosten der digitalen Abformung.

 

Intraoralscanner spielen eine zentrale Rolle bei der Digitalisierung der Zahnheilkunde. Doch wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Intraoralscanner zu kaufen, hat meist eine Reihe Fragen: Welche Rolle spielt ein Intraoralscanner im Digitalen Workflow, welche Veränderungen ergeben sich für die Abläufe in der eigenen Praxis, welche Vorteile bringt der digitale Abdruck für Patient und Effizienz, was kosten die Geräte und wie findet man das System, das zu den Anforderungen der eigenen Praxis passt?

Was Sie über Intraoralscanner wissen sollten:

  1. Welche Vorteile bieten Intraoralscanner?
  2. Wie funktionieren Intraoralscanner und worin liegen die Unterschiede?
  3. 10 Gründe für den Einsatz von Intraoralscannern im Praxisalltag
  4. Wie finde ich den passenden Intraoralscanner für meine Bedürfnisse?
  5. Welche aktuellen Modelle gibt es?
  6. Wo finde ich bei offenen Fragen einen Ansprechpartner?

Intraoralscanner im digitalen Workflow

Erst durch den Intraoralscanner ist ein vollständiger digitaler Workflow möglich. In diesen Bereich ist in den vergangenen Jahren viel Entwicklungsarbeit geflossen. Moderne Scanner haben sich für den Einsatz im Praxisalltag etabliert.

Der moderne Intraoralscanner kann weit mehr, als „nur“ Daten zu erfassen. Auch in der Datenbe- und -Verarbeitung bieten die Scannersysteme ein hohes Potenzial. Die direkte Digitalisierung im Mund des Patienten gibt dem Zahnarzt somit zahlreiche Vorteile.

Zusätzlich zur komfortablen Datenerfassung mittels Scan im Mund ergeben sich z. B.

  • hervorragende Analyse- und Diagnostikoptionen am virtuellen Modell,
  • eine Echtzeitdarstellung des Modells während der digitalen Abformung,
  • die Dateifusion mit anderen digitalen Datensätzen (z. B. DVT/CT),
  • eine einfache Archivierung der digitalen Modelle und
  • eine perfekte Kommunikation mit dem Patienten.

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Funktionsweise von Intraoralscannern

Intraoralscanner unterscheiden sich in Messmethodik, Handhabung, Anwendung und Ergebnisqualität. Alle Intraoralscanner basieren auf der optischen Datenerfassung. Berührungslos werden die Oberflächen im Mund des Patienten gescannt, sogenannte Punktwolken (universales ASCII-Format) generiert und auf dem Monitor als dreidimensionales Modell dargestellt.

Arten der Datenerfassung beim Intraoralscan

Die Zahl der Intraoralscanner steigt zunehmend. Für den potenziellen Anwender erschwert die große Auswahl zugleich die Entscheidung. Grundsätzlich handelt es sich in der Regel um optische Scanner. Im Gegensatz zum taktilen Scanner (Tastscanner) erfassen optische Scanner das Objekt berührungslos mit Licht. Es entstehen Punktwolken in universellem ASCII-Format. Die einzelnen Scans werden zu einem dreidimensionalen Modell zusammengeführt.

Die verschiedenen Intraoralscanner differenzieren sich in der Aufnahmetechnik. Gängige Verfahren sind die koaxiale Antastung (konfokales Prinzip), die z. B. im Trios von 3Shape Anwendung findet, und die Triangulation, wie sie z. B. in der Omnicam (Vorgängermodell der Primescan) von Dentsply Sirona genutzt wird.

Intraoralscanner Trios 4
Trios 4

 

Der  Trios 4 von 3Shape und der zuvor eingeführte Trios 3 arbeiten nach dem konfokalen Laserstrahlprinzip. Das aufgenommene Objekt wird dreidimensional berechnet und farbig abgebildet.

Die Trios-Modelle arbeiten per Videosequenz.

 

Intraoralscanner Primescan
Primescan

Bei der Primescan von Dentsply Sirona kommt eine dynamische Tiefenscantechnologie zum Einsatz, die eine hohe Schärfe und optimal Präzision, selbst bei einer Messtiefe bis zu 20 mm ermöglicht – ein Vorteil für tiefe Präparationen.

Der sogenannte Smart Pixel Sensor verarbeitet laut Herstellerangaben mehr als 1.000.000 3D-Punkte pro Sekunde und produziert so fotorealistische und hochpräzise Daten.

 

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Zehn Gründe für den Einsatz eine Intraoralscanners im Praxisalltag

Intraoralscanner werden kleiner und handlicher. Die Funktionen weiten sich aus. Die Präzision nimmt zu. Kundenwünsche werden mehr und mehr eingebunden (Full Arch Scan, Karies Detektion, Videostream, Echtfarbe, offener Datenaustausch etc.). Doch so hoch wie das Interesse ist, so laut sind auch kritische Stimmen: „Wozu einen Intraoralscanner, wenn’s auch ohne funktioniert?“

Sie überlegen, einen Intraoralscanner zu kaufen? Aber Sie haben Fragen und wollen sich zunächst über die Chancen und Risiken der digitalen Abformung für Ihre Praxis informiere? Lesen Sie zehn starke Fakten, die für den Einsatz des Intraoralscanners im Praxisalltag sprechen.

1. Der Intraoralscanner ist ein wichtiger Baustein der digitalen Prozesskette

Eine „Hürde“ des digitalen Workflows ist derzeit in der Zahnarztpraxis zu finden: die konventionelle Abformung. Hier haben Dentallabore einen Vorsprung, der mit dem Einsatz des Intraoralscanners geschlossen wird. Die im Mund erfassten Daten bzw. Scans können direkt weiterverarbeitet werden. Umkehrprozesse (von der Abformung zum Gipsmodell, vom Gipsmodell zum Datensatz) werden umgangen, Fehlerquellen minimiert. Anwendungssensible Arbeitsschritte entfallen (Abformung, Abbindezeit, Desinfektion, Versand, Modellherstellung).

2. Der Intraoralscanner ist ein überzeugendes Marketingtool

Patienten schätzen moderne Technologien. Sie sind digitalen Therapieverfahren gegenüber aufgeschlossen. Mit dem Intraoralscanner wird Ihnen ein hoher Behandlungskomfort geboten. Würgereiz, unguter Geschmack des Abformmaterials oder eingeschränkte Atmung – das kann Patienten in vielen Fällen erspart bleiben. Und das spricht sich rum!

3. Analyse der Präparation, Darstellung in Echtzeit und leichte Wiederholbarkeit

Direkt nach der Präparation kann die Arbeit am Bildschirm beurteilt werden. Das Warten auf das Gipsmodell oder auf den Anruf aus dem Labor gehört der Vergangenheit an. Unterschnitte, Pfeilerdivergenzen oder der Abstand zum Antagonisten können sofort nachgearbeitet werden. Bei nicht zufriedenstellender Scanqualität lässt sich die Datenerfassung problemlos wiederholen. Es muss kein neuer Abformlöffel vorbereitet und kein neues Abformmaterial angemischt werden.

4. Der Praxisablauf wird effizienter, die Arbeitszeit verkürzt

Die Desinfektion der Abformung entfällt ebenso wie die Säuberung der Abformlöffel. Der Mundscanner ist leicht und schnell zu desinfizieren. Viele Geräte haben autoklavierbare Scanspitzen. Andere Systeme arbeiten mit Einwegplastikhülsen, die nach dem Scan einfach entsorgt werden.

5. Schnelle Kommunikation, keine Versandkosten, ressourcenschonend

Nach dem Datenversand kann direkt mit dem Behandlungspartner (z. B. Kieferorthopäde, Zahntechniker) kommuniziert werden. Bei Bedarf erfolgt ein Austausch in Anwesenheit des Patienten. Direkte Kommunikation. Kein Zeitverlust. Keine Transportkosten. Außerdem ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Aspekt: Bei der digitalen Abformung fallen keine Abfallprodukte an.

6. Digitale Daten für eine einfache Archivierung

Digitale Modelldatensätze verbrauchen keinen Platz bei der Archivierung. Die STL-Datei ist jederzeit abrufbar. Außerdem unterliegt das digitale Modell keinem Verschleiß und ist immer in ursprünglicher Qualität verfügbar. Bei Bedarf kann aus dem Datensatz unkompliziert ein physisches Modell erstellt werden (z. B. 3D-Druck).

7. Endlich eine virtuelle Verlaufskontrolle

Mit entsprechenden Diagnostik-Softwaretools können Veränderungen im Gebiss des Patienten über einen langen Zeitraum nachverfolgt werden (z. B. Zahnwanderungen, Abrasionen, Rezessionen).

8. Bei Bedarf wird die Chairside-Option gewählt

In vielen Fällen ist Chairside-Fertigung sinnvoll. Zusätzlich zur Zeitersparnis sprechen medizinische Argumente dafür, z. B. provisorische Versorgung für die Versieglung der Dentinwunde oder die temporäre Sofortversorgung nach der Implantatinsertion. Mit dem Intraoralscanner können diese Indikationen ohne Weiteres realisiert werden.

9. Echtfarbmodelle für bessere Diagnostik und Kommunikation

Moderne Intraoralscanner erzeugen Echtfarbmodelle! Zahnstruktur und Gingivatextur lassen sich gut erfassen und verlustfrei kommunizieren. Zudem können farbliche Gingiva- und Zahnveränderungen analysiert werden. Das ist bei einem Gipsmodell unmöglich. Manche Systeme bieten sogar die selektive Zahnfarbenmessung.

10. Die Diagnose- und Planungsmöglichkeiten werden deutlich erweitert

Der intraorale Datensatz lässt sich mit anderen Datensätzen verknüpfen; z. B. mit der 3D-Röntgenaufnahme oder dem Gesichtsscan. So wird das Spektrum der Diagnose und Planung erweitert. Der Behandlungspartner (z. B. MKG-Chirurg) wird frühzeitig in die Planung einbezogen. Dies bringt etwa bei der Planung einer Implantatbehandlung hohen Mehrwert. Nach der Insertion könnte dann die Implantatposition im Mund präzise werden – ohne die „lästige“ Überabformung.

Fazit: Bei der Bewertung der digitalen Abformung muss aus Theorie Praxis werden.

Damit dies auch gelingt, lohnt es sich selbst Hand an einen Intraoralscanner zu legen. Alle Informationen zu Live-Demos von Intraoralscannern sowie eine Reihe weiterer spannender Themen zur digitalen Abformung sind auf unserer Webseite aufbereitet.

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Intraoralscanner kaufen: Auswahl, Beratung und Kosten

Lohnt es sich, einen Intraoralscanner zu kaufen? Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit kann nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden.

Denn bei den tatsächlichen Kosten spielen viele Faktoren eine Rolle. Die konventionelle Abformung ist im Praxisalltag implementiert. Für die Etablierung eines Intraoralscanners fallen Kosten an und es bedarf Zeit sowie Arbeit. Dieser Aufwand korreliert für viele Zahnärzte nicht mit dem Nutzen – aber nur auf dem ersten Blick.

Man kann die konventionellen Arbeitsabläufe nicht einfach durch digitale Prozesse ersetzen, denn es eröffnen sich völlig neue Anwendungsgebiete. Dies erschwert den Vergleich bzgl. einer betriebswirtschaftlichen Betrachtung.

Wirtschaftlichkeit des Intraoralscanners: Die gesamte digitale Prozesskette ist einzubeziehen

  • Abformung
  • Komfort
  • Reproduzierbarkeit
  • Verlaufskontrolle
  • Team-Kommunikation
  • Chairside-Option, Patientenberatung etc. bis hin zur geringeren Fehlerquote bei prothetischen Arbeiten oder zu einer steigenden Patientenzahl (Gewinnung Neu-Patienten).

Auswahl des richtigen Intraoralscanners: Diese drei Fragen sollten Sie vor dem Kauf stellen

Bei der Auswahl des passenden Intraoralscanners gilt es, neben dem Handling und den Funktionalitäten besonders eine Herausforderung im Auge zu behalten: Wie kann der digitale Workflow optimal gestaltet werden? Sprich: Wie kann ein Zahnarzt die Daten aus dem Intraoralscanner dem Dentallabor zur Verfügung stellen?

Damit dieser Workflow gelingt sollten Praxisinhaber bereits vor der Entscheidung für einen Intraoralscanner einige Punkte beachten.

Die wichtigsten Tipps der Spezialisten für den Digitalen Workflow können Sie hier nachlesen.

Frage 1: Welche Schnittstellen im digitalen Workflow gibt es mit Ihrem Labor?

Bei der Datenerfassung mit einem Intraoralscanner wird eine Punktwolke generiert und über die Flächenrückführung eine Übergabedatei (z. B. STL) errechnet. Diese Datei wird im Labor in die CAD-Software transferiert. Nach der Konstruktion erfolgt die Übergabe des CAD-Design an die CAM-Software. In dieser wird über ein internes Berechnungsformat eine weitere Übergabedatei (z. B. NC File) generiert.

Für ein bestmögliches Ergebnis sollten Schnittstellen harmonieren – die Daten vom Intraoralscanner müssen kompatibel mit der CAD-Software im Labor sein.

Handlungsempfehlung für Sie: Tauschen Sie sich vor der Anschaffung eines Intraoralscanners mit Ihrem Partnerlabor über digitale Schnittstellen aus.

Frage 2: Profitieren Sie mehr von einem offenen oder einem geschlossenen System?

Ein offener Intraoralscanner generiert Daten, die von Programmen anderer Hersteller gelesen werden können. Flexibilität durch offene Daten verschiedene Systeme, auch CEREC wurde bereits vor einigen Jahren geöffnet. Mit einem STL-Export der Scandaten können Zahnärzte die Daten an das Labor ihrer Wahl senden. Auch andere Intraoralscanner mit offenem Format sind erhältlich.

Doch aufgepasst: Offen bedeutet nicht immer wirklich offen. Manche Hersteller kodieren die STL-Dateien, sodass sie nur für herstellereigene Softwarelösungen sicher anwendbar sind. Die Datensätze aus dem Intraoralscanner können zwar weitergegeben werden, doch Kompatibilitätsprobleme sind nicht immer auszuschließen.

Bei geschlossenen Systemen unterliegt der Anwender des Intraoralscanners einer Systembindung. Vorteil: Die einzelnen Schnittstellen sind aufeinander abgestimmt und die Arbeitsgänge harmonieren. In der Regel wird mit cloudbasierten Systemen gearbeitet. Das Dentallabor lädt den Datensatz herunter und importiert die Daten in seine CAD-Einheit.

Handlungsempfehlung für Sie: Berücksichtigen Sie bei der Frage offenes vs. geschlossenes System alle relevanten Faktoren.

Frage 3: Haben Sie bei diesen komplexen Fragen einen herstellerübergreifenden Berater an Ihrer Seite?

Einen Intraoralscanner zu kaufen ist grundsätzlich eine gute und zukunftsweisende Entscheidung. Wirklich Erfolg bringt das Gerät im Praxisalltag aber nur, wenn Sie im Vorfeld alle Aspekte im Blick haben. Und genau das ist angesichts der Vielfalt an Systemen und der schnellen technischen Entwicklung häufig eine Herausforderung.

Herstellerübergreifende Beratung leisten hier die die CAD/CAM-Experten von Henry Schein. Sie informieren über Kompatibilitäten und entwickeln gemeinsam mit Praxisinhabern und unter Einbeziehung der Partnerlabore passende Lösungen für Ihren Workflow.

Zu diesem komplexen Thema werden außerdem regelmäßig Seminare angeboten, auf denen die Fragen von Praxisinhabern zur Auswahl des passenden Intraoralscanners umfassend beantwortet werden.

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Die aktuellen Intraoralscanner von Dentsply Sirona und 3shape im Detail

Der Digitale Workflow und die technische Weiterentwicklungen der Intraoralscanner sind seit Jahren eines der zentralen Themen der Dentalbranche. Die aktuellen Modelle von Dentsply Sirona (Primescan) und 3Spape (Trios) wurden bereits auf der IDS 2019 vorgestellt und überzeugten mit größerer Detailschärfe und mehr Bedienkomfort.

Primescan von Dentsply Sirona

Trios 4 und Trios 3 von 3Shape

 

Aber schon jetzt schauen Zahnärztinnen und Zahnärzte gespannt in Richtung IDS 2021 und auf zukünftige Innovationen der Dentalindustrie. Hier im Henry Schein MAG erfahren Sie davon als erstes!

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