Intraoralscanner im Dentallabor

Intraoralscanner im Dentallabor

Kategorie: Digitales Labor
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Als Dentallabor in einen Intraoralscanner investieren? Die Digitalisierung der Zahnheilkunde eröffnet Laboren neue Möglichkeiten. Lesen Sie hier, wie der laboreigene Scanner zur zukunftsweisenden Investition für die Zahntechnik werden kann.

In einer Welt, in der Digitalisierung fast täglich an Bedeutung gewinnt, stehen Dentallabore vor der Entscheidung, in welche Technologien sie strategisch investieren, um das eigene Labor langfristig gut zu positionieren.

Intraoralscanner im Dentallabor sind dabei eher selten im Fokus. Die meisten Laborinhaber erwarten, dass die Zahnarztpraxen diese Investition tätigen. Aber die Potentiale, die sich durch die Bereitstellung von Intraoralscannern für das Dentallabor  ergeben, werden häufig unterschätzt. Es lohnt sich also, auch von der anderen Seiten zu schauen.

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Inmitten des rasanten Wandels zählt für zukunftsorientierte Dentallabore, sich auf Veränderungen vorzubereiten, um flexibel zu agieren, anstatt im entscheidenden Moment nur noch reagieren zu können.

– Max Müller
CAD/CAM-Experte, Henry Schein

Intraoralscanner: Gamechanger oder teures Spielzeug für Zahntechniker?

Unumstritten sind Intraoralscanner ein Gamechanger für die Branche. Konventionelle prothetische und kieferorthopädische Konzepte in der Zahnarztpraxis verändern sich zunehmend und treiben die Digitalisierung in der Zahntechnik voran. Mit den Intraoralscannern der aktuellen Generation hat sich die Entwicklung beschleunigt. Scanner-Technologien wurden optimiert, Indikationen erweitert. Zugleich sinken die Kosten für einen Intraoralscanner.

Traditionell obliegt das Scannen des Mundraums dem Aufgabenbereich der Zahnarztpraxis. Für sie ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, in die Technologie einzusteigen. Doch einige Praxen zögern, diesen Schritt zu gehen. Es gibt deshalb gute Gründe, warum Dentallabore von einem eigenen Scanner profitieren, den sie für ihren Kunden bereitstellen. 

Diese Vorteile bietet ein eigener Intraoralscanner dem Dentallabor

Anstatt sich auf die Digitalisierung in den Praxen oder die konventionelle Abformung zu verlassen, schafft das Labor mit dem laboreigenen Scanner selbst die Voraussetzung für die erfolgreiche digitale Abformung in der Zahnarztpraxis.

Für das Dentallabor bringt die Investition in einen Intraoralscanner darüber hinaus eine Reihe von Vorteilen:

  • Erhöhte Effizienz:
    Analog arbeitende Zahnarztpraxen können motiviert und unterstützt werden, mit dem Intraoralscanner zu arbeiten. Das Dentallabor profitiert von einer erhöhten Effizienz gegenüber konventionellen Abläufen.
  • Reduzierte Fehlerquellen:
    Durch den direkten, unmittelbaren Austausch auf Basis des dreidimensionalen Datensatzes können Fehler vermieden werden.
  • Optimierte Kommunikation:
    Der Intraoralscanner ermöglicht eine schnellere Kommunikation zwischen Praxis und Labor.
  • Abgestimmte Prozesse:
    Das Labor wird zur Drehscheibe für den Datenaustausch und stimmt alle Bausteine innerhalb des CAD/CAM-Prozesses aufeinander ab.
  • Mehr Datenhoheit:
    Durch die Verarbeitung und Verwaltung der Scandaten erlangt das Dentallabor einen Wettbewerbsvorteil.
  • Mehr Kundenbindung:
    Mit Expertenwissen und ggf. einem Scanner-Leihservice stärkt das Labor seine Rolle als vertrauenswürdiger Partner.
  • Zufriedene Praxen und Patienten:
    Komfortable Zusammenarbeit, effiziente Kommunikation und hohe Ergebnisqualität führen zu zufriedenen Kunden.

Das Dentallabor als Drehscheibe für den digitalen Workflow

„Wir haben bereits in CAD/CAM-Fräsmaschinen und 3D-Drucker investiert. Die Anschaffung des Intraoralscanners ist nun Sache der Praxis“  - diese Position ist auf den ersten Blick nachvollziehbar, aber auch hier gibt es zwei Perspektiven.

Denn was passiert, wenn der Zahnarzt oder die Zahnärztin plötzlich auf das Dentallabor zukommt und Hilfe beim Datenaustausch bzw. im Rahmen des digitalen Workflows sucht? Hier ist das Labor im Vorteil, das direkt unterstützen und beherzt helfen kann.

Das Dentallabor behält die Kontrolle über die Prozesse und läuft nicht Gefahr, zum Spielball zwischen Dienstleistern bzw. Technologieanbietern zu werden. Vielmehr lassen sich gemeinsam mit der Zahnarztpraxis Prozessabläufe definieren, die individuell am besten passen.

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Wir haben mehrere Intraoralscanner in unserem Dentallabor. Die Zahnarztpraxis kann den Scanner bei uns ausleihen; manche Praxen haben einen Scan-Day eingerichtet. Über ein Online-Buchungssystem können Zahnarztpraxen den Scanner tageweise buchen. Alternativ bieten wir die Unterstützung beim Scannen in der Praxis an.

– ZTM Jörg Pohl
Dentallabor Pohl, Senden

Richtig eingesetzt ist der Intraoralscanner im Dentallabor mehr als nur ein Werkzeug zur Effizienzsteigerung. Er wird zum leistungsfähigen Kommunikations- und Marketinginstrument. Durch kompetente Beratung von Praxen und/oder die Möglichkeit eines Scanner-Verleihs stärkt das Labor seine Rolle als verlässlicher Partner.

Im Idealfall führt dies zu einer noch engeren und intensiveren Zusammenarbeit.Wie das in der Realität aussieht zeigt unser Interview mit einem Laborinhaber, der gleich mehrere Scanner im Einsatz hat und damit auf sehr positive Resonanz stößt:

Datenhoheit Dentallabor: Der unsichtbare Wettbewerbsvorteil

In der digitalen Welt gilt: Wer die Daten hat, hat den Auftrag. Durch die Kontrolle und Verwaltung der Scandaten erlangt das Dentallabor einen Wettbewerbsvorteil. Das Dentallabor, welches der Zahnarztpraxis einen komfortablen Weg zum Umgang mit dem Datensatz bieten kann, wird letztlich die Restauration umsetzen. Zudem kann das Labor mit eigenem Intraoralscanner die Prozesslogistik selbst definieren (z. B. DGSVO-konforme Cloudlösungen) und an die laborinterne digitale Infrastruktur anpassen.

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Zahntechnik ist mehr als digitale Daten verarbeiten oder Kronen glasieren. Positioniert sich das Dentallabor so, dass es der Zahnarztpraxis mehr bietet als ein Wettbewerber, ist es eine Chance. Dies braucht Expertise.

– Max Müller
CAD/CAM-Experte, Henry Schein

Verändertes Mindset und der wahre Wert eines Intraoralscanners

„Ein eigener Intraoralscanner lohnt sich für unser Dentallabor finanziell nicht.“ Auch dieser Einwand ist nicht neu. Sicherlich stellt die Anschaffung eines Intraoralscanners zunächst eine finanzielle Belastung dar. Betrachtet man jedoch den gesamten Prozessablauf und die damit verbundenen Vorteile, wird klar, dass es sich um eine durchaus sinnvolle Investition für das Labor handelt.

Aus rein finanzieller Sicht scheinen es zunächst kleine Einsparungen zu sein (Kosten für Gips, Botenfahrten). Aus unternehmerischer Sicht wiegen die zahlreichen Vorteile die finanzielle Investition schnell auf. Denn der wahre Wert eines Intraoralscanners liegt nicht in der technischen Raffinesse, sondern vor allem in der Möglichkeit, Prozesse zu optimieren, die Kunden- und Patientenzufriedenheit zu steigern und letztlich die Wirtschaftlichkeit des Dentallabors zu verbessern.

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Intraoralscanner und wie Künstliche Intelligenz (KI) die Arbeit verändern wird

Inmitten des rasanten Wandels ist es für das Labor entscheidend, auf dem neuesten Stand zu bleiben und aktuelle Technologien nicht nur zu kennen, sondern bestenfalls zu nutzen. Der Intraoralscanner – einst „nur“ Alternative zur herkömmlichen Abformung – hat sich zu einem vielseitigen Workplace entwickelt.

Das enorme Potenzial wird beim Blick auf die KI-Technologien deutlich. Durch entsprechende Algorithmen erfassen Intraoralscanner bereits heute komplexe Muster und Strukturen in der Mundhöhle rasant schnell und präzise. Dies verbessert die Qualität der digitalen Abformung (z. B. Reduktion von Scanartefakten) und verkürzt die Scanzeit. Auch in den Bereichen Diagnostik (z. B. Kariesdiagnostik) und Planung (z. B. CAD-Design) bietet KI hilfreiche Unterstützung. Und eines ist klar: Die Entwicklung in diesem Bereich schreitet schneller voran, als manchem lieb ist.

Um die volle Kraft von KI und deren Potenzial zu erkennen, hilft ein Blick auf die zugrunde liegende Technologie. Während ein herkömmlicher Computer Daten speichert, abruft und verarbeitet, simuliert KI das Denken. Sie trainiert sich selbst anhand gespeicherter Daten und damit verbundener Regeln. So zieht ein „intelligenter" Intraoralscanner aus einer Fülle von Daten Schlussfolgerungen und leitet Handlungsempfehlungen ab. KI wertet beispielsweise schon heute 3D-, 2D- oder Panorama-Röntgenbilder aus und erstellt in kurzer Zeit Berichte für die Entscheidungsfindung.

  • Vollautomatische Segmentierung aus dem 3D-Datensatz (z. B. einzelne Strukturen wie Zähne, Nervkanal oder Wurzeln)
  • Automatische Reduktion von Scanartefakten
  • Vollautomatisches Zusammenführen von DICOM-Daten (DVT) und STL-Daten (Intraoralscanner)
  • Vollautomatische Modellherstellung. Sind die IOS-Daten gespeichert, erstellt die Software automatisch das virtuelle Modell.

Fazit und Ausblick: Intraoralscanner als Investition in die digitale Zukunft des eigenen Labors

KI-gestützte Systeme werden zunehmend in fast allen Bereichen der zahnärztlichen Praxis eingesetzt. Dentallabore müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten, um das in technologiegetriebenen Branchen hohe Risiko einer Disruption zu vermeiden. Daher ist es wichtig, in moderne Technologien zu investieren und die Entwicklung aktiv zu begleiten, anstatt nur zuzusehen.

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Die Investition in einen Intraoralscanner ist für das Dentallabor mehr als eine technologische Verbesserung. Es ist eine strategische Entscheidung, die das Potenzial hat, die Arbeitsweise in der Zahntechnik grundlegend zu verändern.

Durch die Investition in diese Technologien können Dentallabore nicht nur ihre Effizienz und Qualität verbessern, sondern neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen und sich einen Wettbewerbsvorteil sichern. Schließlich ist es immer besser, auf der Welle zu reiten, als von ihr überrollt zu werden.

Investieren Sie jetzt in einen Intraoralscanner und gestalten Sie die Zukunft Ihres Dentallabors aktiv mit.

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vom 06.09.2023
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