Hygienetipps für eine effiziente Hygienekette

5 Tipps für eine effiziente Hygienekette in Ihrer Praxis

Eine effiziente Hygienekette in der Praxis ist wichtig, um die Gesundheit Ihrer Patient:innen, der Zahnärzt:innen und des gesamten Praxisteams zu schützen.

Was versteht man unter einer Hygienekette

Praxisinhaber:innen sind dazu verpflichtet, einen Hygieneplan umzusetzen, der durch geeignete Maßnahmen die Übertragung von Krankheitserregern in der Praxis verhindert. Neben Hygienemaßnahmen für den Menschen, gibt es dabei auch Maßnahmen zur Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Praxisinstrumenten, die durch die Verwendung am Patienten besonders anfällig für Bakterien sind. Die Gesamtheit aller Hygienemaßnahmen in einer Praxis wird als Hygienekette bezeichnet.

Bei der Aufbereitung von Praxisinstrumenten, die in verschiedene Prozesse aufgeteilt ist (Schaubild 1), kann die Hygienekette durch die folgenden hilfreichen Tipps noch effektiver ausgerichtet werden:

Hygienekette in der Zahnarztpraxis
Schaubild 1: Hygienekette bei der Instrumenten-Aufbereitung

Gestalten Sie Ihre Hygienekette effektiv

Tipp 1: Strukturieren Sie Ihren Workflow

Ein strukturierter Aufbereitungsraum (Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte, AEMP) bildet die Grundlage für einen optimalen Infektionsschutz. Achten Sie bei der Planung des Hygienebereichs darauf, die vorgeschriebene räumliche Trennung von einem unreinen und reinen Bereich korrekt einzuhalten, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden. Der unreine Bereich umfasst die Anlieferungszone, den Thermodesinfektor und gegebenenfalls einen Arbeitsplatz für manuelle Tätigkeiten. In den reinen Bereich fällt die Kontrollfläche zur Entladung des Thermodesinfektors und die Fläche für die Funktionsprüfung und Sortierung der Instrumente. Das Siegelgerät, der Autoklav und das Dokumentationsmedium gehören ebenfalls zum reinen Bereich. Für einen strukturierten Workflow sollte ausreichend Platz für alle Geräte vorhanden sein. Zudem empfiehlt es sich, den reinen und unreinen Bereich visuell über einen Farbverlauf, beispielsweise an der Wand oder der Möbelzeile, zu kennzeichnen.

Tipp 2: Gewährleisten Sie einen sicheren Transport

Im Anschluss einer Patientenbehandlung und der Risikoanalyse der verwendeten Instrumente im Sinne der RKI-Empfehlung (unkritisch, semikritisch A/B, kritisch A/B) muss das Instrumentarium entsprechend gekennzeichnet und in den Aufbereitungsraum transportiert werden. In vielen Praxen ist der geschlossene Transport von kontaminierten Instrumenten bereits Standard. Aber insbesondere während der Covid-19 Pandemie hat es sich bewährt, verschließbare Wannen oder Boxen für den Transport innerhalb der Praxis zu verwenden. Diese Maßnahme hilft Ihnen, das Infektionsrisiko – beispielsweise durch Stolpern – auf dem Weg zum Aufbereitungsraum zu minimieren und somit Ihre Patienten*innen und das Praxisteam zu schützen.

Tipp 3: Sparen Sie Zeit durch eine digitale Dokumentation

Die Etikettierung von sterilisierten Instrumenten ist die Grundlage für eine sichere Dokumentation der Hygienekette. Wer bei der Dokumentation allerdings noch auf Papierform setzt, arbeitet nicht effektiv, denn dieser Prozess lässt sich vollständig digital abbilden. Über eine entsprechende Software können alle Phasen der Sterilisation erfasst und digital protokolliert werden. Nach der erfolgreichen Prüfung der prozessrelevanten Faktoren werden Siegelung, Desinfektion und Sterilisationscharge im System dokumentiert und durch die Fachkraft freigegeben. Die Instrumente werden mit einem Barcode Etikett versehen, das zum Beispiel Charge und Verfallsdaten enthält. Über einen Barcodescanner können die Instrumente nach der Behandlung im Sinne der MDR dem Patienten zugeordnet werden. Somit kann bei jedem verwendeten Instrument genau nachvollzogen werden, wann es sterilisiert wurde und wer die Sterilisationscharge freigegeben hat. Zusätzlich wird aktiv vor Verfall der aufbereiteten Instrumente gewarnt. Die digitale Dokumentation ist somit sicherer, spart Ihnen Zeit und erfüllt ohne zusätzlichen Aufwand die Dokumentation bis zum Patienten.

Tipp 4: Pflegen Sie Ihre Geräte der Instrumenten-Aufbereitung

Dieser Tipp mag simpel klingen, ist aber enorm wichtig für eine effektive Hygienekette. Medizinprodukte wie Autoklaven oder Thermodesinfektoren müssen regelmäßig gewartet, geprüft und validiert werden, damit eine langfristige Nutzung gewährleistet werden kann und die Prozesse der Instrumenten-Aufbereitung problemlos durchlaufen können. Achten Sie demnach auf eine regelmäßige Wartung und Validierung der Produkte durch den Hersteller sowie eine routinemäßige Prüfung und Pflege durch das Praxispersonal (Kesselreinigung bei Autoklaven, Ölen der Spannzangen, etc.).

Tipp 5: Schulen Sie Ihr Personal

Die Aufbereitung von Medizinprodukten sowie die damit verbundenen Hygienemaßnahmen erfordern Fachwissen, welches man über Hygieneschulungen aufbauen kann. Legen Sie im Team eine(n) Hygienebeauftragte(n) fest und lassen Sie Ihr Team regelmäßig schulen. So haben Sie immer fachlich kompetente Ansprechpartner vor Ort, die die Hygienekette in der Zahnarztpraxis kennen und effektiv gestalten können.

Platzsparend und effizient: 4-in-1-Lösung optimiert Ihre Hygienekette

Careclave

Mit Careclave hat das Medizintechnik-Unternehmen MELAG ein Produkt auf den Markt gebracht, welches alle Prozesse der Instrumenten-Aufbereitung in nur einem Gerät vereint. Die innovative 4-in-1 Lösung übernimmt die Reinigung und Desinfektion, die Pflege, die Sterilisation sowie Dokumentation Ihrer Instrumente, ist platzsparend und bietet diverse Beladungsmuster. Mehr über Careclave erfahren Sie im Artikel „Careclave von MELAG – Was kann das Multitalent in der Instrumenten-Aufbereitung?

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