Motivation der eigenen Praxismitarbeiter in 5 Schritten

Motivation der eigenen Praxismitarbeiter in 5 Schritten

Die Motivation der Praxismitarbeiter spielt eine Schlüsselrolle für den Praxiserfolg. Sie prägt die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft jedes einzelnen Mitarbeiters genauso wie das Funktionieren des gesamten Praxisteams. Trainer und Coach Frank Caspers zeigt auf, welche Schritte notwendig sind, um erfolgreich zu führen und zu motivieren.

 

Der „FIFA Trainer des Jahres 2019“ Jürgen Klopp ist bekannt für seine Fähigkeiten, seine gesamte Mannschaft und jeden Spieler als Individuum zu Höchstleistungen zu motivieren. Auf mögliche Geheimnisse oder Tricks bei seiner Arbeit angesprochen sagte er:

Wer motivieren und führen will, muss den anderen zuerst verstehen – und dann individuell auf ihn eingehen. Es geht um maßgeschneiderte Zuwendung statt um Gleichbehandlung.

Jürgen Klopp

Persoenlichkeitsprofil(c)LUXXunited GmbH
Muster LUXX Profil (c)LUXXunited GmbH

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, arbeitet der Erfolgstrainer von Anfang an mit einem professionellen Analyse-Instrument. Die Ergebnisse liefern ihm eine solide Grundlage für seine Arbeit. Im Rahmen einer individuellen Persönlichkeitsanalyse (siehe nebenstehende Grafik) wird anhand von 16 Lebensmotiven  gemessen, wonach und in welchem Umfang die Teammitglieder streben. Die individuellen Ausprägungen sind so individuell wie die Persönlichkeit eines jeden einzelnen Spielers – so, wie in Ihrer Praxis.

 

Das Verfahren gliedert sich idealtypisch in die folgenden fünf Schritte:

Schritt 1: Entdecken

Was sind meine Antreiber? Wonach strebe ich?

> Im ersten Schritt gilt es zu ermitteln, wonach und in welchem Umfang ich strebe.

  • Jedes Teammitglied erhält eine strukturierte Anleitung zur Selbstreflektion!

Schritt 2: Annehmen

Was kann ich durch meine Motive besser als andere? Welche Dinge geben mir Energie?

> Jetzt gilt es, die eigenen Motive anzunehmen und als Stärken zu erkennen.

  • Die Motive werden im Team besprochen – für mehr Verständnis füreinander!

Schritt 3: Gestalten

Wie kann ich mein Umfeld ändern, um meine Motive besser ausleben zu können?

> Hier gilt es, ein Umfeld zu gestalten, das es mir ermöglicht, meine Motive zu leben.

  • Jetzt werden optimale Strukturen und Zuständigkeiten für die Praxis geschaffen!

Schritt 4: Ausleben

Worauf muss ich achten, um meine Werte bestmöglich leben zu können?

> Die neuen Strukturen und Abläufe werden erprobt, gelebt und angepasst.

  • Nun entwickeln sich die neuen Zuständigkeiten zu Automatismen!

Schritt 5: Überprüfen

Was kann ich verändern, für eine bessere Übereinstimmung zwischen Soll und Ist?

> Jetzt gilt es, auftretende Hindernisse zu erkennen und zu beseitigen.

  • Abläufe, Strukturen und Aufgaben werden weiterhin motivbasiert optimiert!

 

Motive, Stärken und Talente erkennen: Glückliche Mitarbeiter als Ziel

In diesem Prozess liegt der Anfang immer bei mir selbst – unabhängig davon, ob ich dafür Instrumente der Personalanalyse einsetze oder versuche, die Motivlage meines Teams auf der Grundlage von Gesprächen und bisherigen Erfahrungen einzuschätzen. Nur wenn ich meine eigenen Motive reflektieren kann, bin ich in der Lage individuelle Motive wertungsfrei anzunehmen, und sie nicht durch die Brille meines eigenen Weltbildes direkt als gut oder schlecht zu bewerten.

Praxismitarbeiter Motivieren Übersicht
Beruflich relevante Motive

Durch die Anpassungen des Praxisbetriebes an die persönlichen Motive, Stärken und Talente der Teammitglieder und eine Kommunikation mit mehr Verständnis füreinander transportieren Sie die größtmögliche Wertschätzung. Dadurch können Sie zu einhundert Prozent auf die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen eingehen. So schaffen  Sie ideale Voraussetzungen für motiviertes, zufriedenes und somit auch gesund erhaltendes Arbeiten.

Natürlich können Menschen auch gegen ihre Motive handeln. Allerdings gibt es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine größere Stressbelastung, als dauerhaft entgegen seiner eigenen Motive und Überzeugungen zu handeln. Das Ziel der Motivarbeit ist es,  nicht nur motiviert(er) zu handeln und vorhandene Stärken zu nutzen, sondern einen Weg zu echtem Werteglück aufzuzeigen. Glückliche Mitarbeiter leisten definitiv mehr, als Unglückliche!

Falls Sie ohne den Einsatz der professionellen Werteanalyse vorgehen wollen, ist das nebenstehende Dokument sicher hilfreich. Es erläutert die beruflich relevantesten Motive und ihre Relevanz und gibt eine gute erste Orientierung. Das Dokument ersetzt jedoch keinesfalls das wissenschaftliche Analyseverfahren mit zwei- bis dreistündiger Auswertung ausschließlich durch einen zertifizierten Master.

Frank Caspers

 

Im ersten Teil der Serie erläutert Frank Caspers die grundlegende Bedeutung von Praxiswerten.

Die in seinen Augen wichtigsten Aspekte erfolgreicher Personalführung hat Frank Caspers im zweiten Teil der Serie zusammengefasst.