Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten verlief zunächst holprig. „Einmal ist ein Vermieter kurzfristig abgesprungen“, erinnert sich Kaul. Doch durch den Tipp eines Freundes fand er schließlich ein geeignetes Objekt: ein ehemaliges Büro im vierten Stock eines Hochhauses. Es punktete durch eine hervorragende Lage im Zentrum von Kassel – und bot die Möglichkeit, bei der Praxisplanung sieben Behandlungszimmer zu integrieren und die Kapazitäten so wie geplant zu erweitern.
Kaul entschied sich für die neuen Räumlichkeiten. Im Sinne der 15-jährigen Investitionsphase besteht für den 46-Jährigen nun die Aussicht, die Praxis mit 61 Jahren zu verkaufen. Die Finanzierung bereitete ihm jedoch anfänglich Sorgen, denn nach dem Start des Umbaus im Oktober 2022 zeigte sich schnell, dass die Kosten den geplanten Rahmen sprengen.
Grund dafür waren unter anderem Mehraufwand beim Umbau, eine stärkere Kreditbelastung durch die kurzfristig gestiegenen Zinsen sowie höhere Personalkosten.„Dadurch ist eine große Lücke entstanden. Das hat mir schon einige schlaflose Nächte bereitet“, erzählt Kaul.
Parallel zum Umbau suchte der Praxisinhaber nach Personal und erweiterte das Team im Bereich Prophylaxe und Assistenz deutlich. Auch entschied er sich für einen zweiten angestellten Zahnarzt. Die dementsprechend vorgesehene Praxisauslastung brachte ihn manchmal zum Nachdenken: Würde es gelingen, die Patienten zu halten und wie geplant viele neue zu gewinnen?