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Das zirkonoxidverstärkte Lithiumsilikat (ZLS) Celtra Press überzeugt

Gepresstes ZLS hat viele Vorteile: Traditionelle Verarbeitung, Flexibilität in der Gestaltung und Schnittstellen zur digitalen Zahntechnik.

Die ZLS-Presskeramik Celtra Press weist eine außergewöhnlich hohe Festigkeit auf – um einmal eine Größenordnung zu haben: 567 MPa im Drei-Punkt-Biegeversuch. Das übertrifft geschliffenes und poliertes ZLS mit seinen 210 MPa bzw., nach einem optionalen Glasurbrand, 370 MPa (Werte für Celtra Duo). Dieses Ranking bestätigt sich, gemäß einem zweiten Messverfahren, in der Biaxialfestigkeit mit 708 MPa.

Für die außergewöhnlich hohe Festigkeit von Celtra Press sorgen ein 10-prozentiger Anteil von atomar gelöstem (das heißt sehr fein verteiltem) Zirkonoxid sowie ein Power-Fire-Brand – und der ist bei monolithischen Restaurationen bereits im Malfarben- und Glasurbrand enthalten.

ZLS: Klassische Presstechnik, moderner Werkstoff, breite Indikation

Handfeste Konsequenz für das Labor: Aus Celtra Press können, über Einzelzahnrestaurationen hinaus, bis zu dreigliedrige Brücken gepresst werden, und zwar für den Frontzahnbereich und bis zum 5er als hinterem Pfeiler.

Unabhängig von der Indikation schwören viele Zahntechniker auf die Passgenauigkeit gepresster Restaurationen, und die Logik leuchtet ein: Fräs- und Schleifinstrumente weisen einen Radius von einigen Millimetern auf, und dieser Umstand begrenzt die Genauigkeit.

Wo es darauf ankommt, arbeitet die menschliche Hand eben grazile Geometrien stets noch ein Quäntchen filigraner heraus.

Säurebehandlung ist Vergangenheit, Glanzbrand nach Einschleifen auch

Weitere Handlingvorteile kommen hinzu: Im Zusammenspiel mit der eigens entwickelten Einbettmasse Celtra Press Invest gehören Reaktionsschichten (fast) der Vergangenheit an. Sie sind bei diesem neuen Werkstoff so minimal, dass das Sandstrahlen beim Ausbetten zur Reinigung ausreicht – Säurebehandlung war früher einmal.

Und an einen weiteren kleinen Unterschied muss sich der Anwender gewöhnen: Der Werkstoff verfügt über ein dermaßen gutes Fließverhalten, dass bei der Anstiftung in aller Regel ein einziger Presskanal ausreicht.

Ein starkes Argument für den Zahnarzt: Aufgrund der hohen Oberflächengüte kann er nach Einschleifarbeiten (z. B. okklusale Feinjustage) eine Hochglanzpolitur vornehmen – einfach alles intraoral, ohne zusätzlichen Glanzbrand.

Flexible Gestaltung des Werkstoffs ZLS

Das zirkonoxidverstärkte Lithiumsilikat gleicht in seiner ästhetischen Wirkung einer Verblendkeramik und deckt mit Pellets in sechs Farben das gesamte VITA1-Classical-Spektrum ab. So führt bereits die Charakterisierung mit Malfarben zu einer überzeugenden Ästhetik.

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Eine aus Celtra Press gefertigte „Blume“: Dieses komplexe Demonstrationsobjekt veranschaulicht, wie durch die guten Fließeigenschaften von ZLS und durch die Feinkörnigkeit der Einbettmasse das Pressen von extrem grazilen Restaurationen möglich wird – verbunden mit einem hohen ästhetischen Potential. – Fotos: Dentsply Sirona Lab

Tipp: Das Gesamtergebnis wirkt natürlicher und die Kaufläche realistischer, wenn man mit einem helleren Farbton beginnt und dann die Versorgung mit einer dunkleren Malfarbe charakterisiert – einfach „nach Rezept“. Laden Sie sich einfach hier den Celtra Staining Guide herunter.

Für eine stärkere Individualisierung können schon wenige Akzente ausreichen. Manche nennen das Touch-up-Schichtung – nur leicht mit Schneide „berührt“ und schon perfekt.

Alternativ dazu steht auch der Weg zur Komplettverblendung offen. Sie erfolgt mit der niedrigschmelzenden leuzitverstärkten Feldspatkeramik Celtra Ceram.

Tipp: keine Angst vor zu vielen Bränden! Auch nach mehreren liefert diese Verblendkeramik stets ein stabiles und robustes Ergebnis. Ein Washbrand ist dagegen nicht erforderlich.

Integration in vollkeramische Konzepte – Schnittstelle zu CAD/CAM

Kennt Celtra Press überhaupt Grenzen? Ja, was über die dreigliedrige Frontzahn-Brücke mit einem 5er als endständigem Pfeiler hinausgeht, ist ein Fall für Zirkonoxid.

Tipp: Sowohl Celtra Press als auch Zirkonoxid lassen sich mit der Keramik Celtra Ceram verblenden, sodass sich ein homogener Gesamteindruck ergibt.

Damit steht ein vollkeramisches Werkstoffkonzept für alle Indikationen bereit, ein Tandem aus einem pressfähigen Material und einem typischen CAD/CAM-Werkstoff.

Übrigens geht die Vernetzung in die digitale Welt noch weiter: Die Wachsmodellation kann der Zahntechniker klassisch mit dem Wachsmesser erarbeiten oder im CAD-Verfahren am Bildschirm. Die so erhaltene virtuelle Modellation lässt sich per CAM-Fertigung in Fräswachs umsetzen und für die traditionelle Weiterverarbeitung im Pressverfahren nutzen.

Tipp: Ob handwerklich oder digital – die richtige Mischung macht’s und wird sich in der nächsten Zeit häufig bewähren.

1VITA ist ein eingetragenes Warenzeichen der Vita Zahnfabrik H. Rauter GmbH & Co KG, Bad Säckingen.