Zahntechnik Moss

Das moderne Dentallabor: Stilvolle Botschaft der Räume

ZTM Christian Moss ist seit zwanzig Jahren selbstständig und engagiert sich für den Beruf Zahntechnik. Die Räume seines Dentallabors spiegeln die moderne Zahntechnik wider.

Im etwa 200 Quadratmeter großen Dentallabor, unweit der Hamburger Hafencity arbeiten ZTM Christian Moss und sein Team. Die Lage des Labors erachtet der ambitionierte Zahntechniker als „Pole Position“, die er zwei Freunden verdankt. Zusammen mit den Zahnärzten Dr. Jan Brauer und Dr. Percy J. Singer wurde der Standort gewählt. Entgegen dem damaligen Trend, sich in der Innenstadt niederzulassen, entschieden sie sich bewusst für Hamburg City-Süd. Heute arbeiten in diesem Gebiet mehr als 30.000 Menschen und profitieren von zentrumsnaher Lage mit ausgezeichneter Verkehrsanbindung.

Die Räume des Dentallabors spiegeln den Anspruch des Inhabers wieder: Harmonie aus Funktion und Ästhetik

Das Labor ist funktionell eingerichtet. Bei einem Rundgang durch die Räume zeigen sich viele durchdachte Details, die Funktion und Schönheit vereinen. Das passt zur Arbeitsweise von Zahntechnikmeister Christian Moss. „Ich gehöre der Generation von Polz, Gutowski, Slavicek an. In dieser Zeit wurden auch die ersten Implantatrestaurationen umgesetzt. Bis heute sind die Funktion und die Implantattechnik mein Steckenpferd. Meine Frau Janica ist auf die Ästhetik spezialisiert. In dieser Konstellation sind wir gut aufgestellt.“

Gemeinsam mit 14 Mitarbeitern liegt der Fokus auf einer patientengerechten Zahntechnik und auf einer engen Interaktion mit Zahnärzten und Patienten. Zahnfarbbestimmung, Fotoshooting, Informationsgespräch, die Zahntechnik ist so individuell, dass für ZTM Moss der persönliche Patientenkontakt unentbehrlich ist.

Die Planung der Räume des Dentallabors hat der Innenarchitekt Guy Genette vorgenommen. Er ist auch für die Tischformen und die durchdachten Schubladen- und Sortierkonstruktionen verantwortlich. Das Besondere, den Hauch von klaren Linien, gepaart mit Industrielook und durchzogen von einer unaufdringlichen Gemütlichkeit, hat Janica Moss eingebracht. Mit Gespür für Kunst und Funktion verlieh sie dem Labor das Leben. Die Laboreinrichtung ist prozessorientiert. Die offene Raum- und Tischgestaltung lässt Luft zum Atmen und unterstützt die reibungslose Kommunikation.

Räumlichkeiten und die Einrichtung des Labors sind geradlinig und harmonisch

Trolleys, die die Passagiere im Flugzeug mit Getränken und Essen versorgen, kennt jeder. Doch was haben diese Bordbars mit einem Dentallabor zu tun? Janica Moss: „Das Innenleben einer Bordbar bietet unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten und ist ideal für unsere Ansprüche“. Etwas futuristisch und sehr funktionell – kein überflüssiges Detail und kein Schnickschnack. Jeder Mitarbeiter hat seine eigene Bordbar. Am Morgen werden die Bars aus der „Garage“ an den Arbeitsplatz geschoben und am Abend wieder weggerollt. So ist das Labor innerhalb kurzer Zeit aufgeräumt und zum Beispiel für Schulungen vorbereitet.
Im Patientenraum wurde auf einen Zahnarztstuhl verzichtet. „Wir möchten, dass sich der Patient wohlfühlt. Daher haben wir uns für einen bequemen Relax-Sessel entschieden.“ Der Raum ist warm gestaltet und frei von einer weiß-sterilen Praxisatmosphäre. Unsichtbar in einer Bordbar verbirgt sich die Behandlungseinheit. Die stilbewusste Innenarchitektur und das funktionelle Design des Labors werden ergänzt von einem ausgewogenen Wechselspiel des Lichts. Arbeitslicht, Tageslicht und Wohlfühllicht sind harmonisch aufeinander abgestimmt.

Digitale Prozesse und handwerkliches Können in der Zahntechnik

Viele Bereiche sind digitalisiert – vom Kostenvoranschlag bis zum Materialeinsatz, vom Foto bis zur fertigen Restauration. Jeder Techniker hat die Patienteninformationen auf seinem iPad abrufbereit. Auch die Fertigung von Gerüsten ist größtenteils digitalisiert.

Wichtiges Anliegen von Christian Moss ist die Ausbildung junger Zahntechniker. „Das Handwerk Zahntechnik muss erhalten bleiben! Auch wenn der Beruf digitalisiert wird, einen wesentlichen Aspekt kann keine Maschine leisten: Emotionen in eine ästhetische Versorgung importieren.“ Jeder Zahntechniker im Labor lernt den Patientenkontakt und begleitet „seine“ Restauration von der Zahnfarbbestimmung über die Einprobe bis zur Fertigstellung. „Wir arbeiten für Menschen und daher ist es unerlässlich, mehr als ein Gipsmodell oder einen Datensatz zu sehen. Das wird in einer zunehmend digitalisierten Branche immer wichtiger“, erläutert ZTM Moss, der sich ehrenamtlich als Vizepräsident des Fördervereins der digitalen Zahntechnik (FdZT e.V.) engagiert.

Referenzlabor von Henry Schein

Zudem steht ZTM Moss in Partnerschaft mit der Henry Schein Deutschland GmbH und führt eines der bundesweiten Referenzlabore. Im Hamburger „ConnectDental“-Arbeitskreis findet unter der Initiative von Henry Schein ein reger Kollegenaustausch statt.

Annett Kieschnick, Fachjournalistin, Berlin

 

Galerie  Laborporträt

Fotos: Jörn Dreier