Laborgründer

Start-up Dentallabor: Just do it!

Wer sich als Zahntechniker selbstständig macht, hat diesen Entschluss in der Regel reiflich überlegt. Gerade in der heutigen Zeit bedarf es einer durchdachten Geschäfts- und Strategieidee. Wer diese für sich gefunden hat und den Schritt der Laborgründung wagt, braucht nun in erster Linie Vertrauen! Vertrauen in die eigene Idee und in das eigene Können.

Am Anfang stehen die Idee und reichlich Ehrgeiz! Viele Zahntechniker träumen davon, ihren Anspruch an eine zeitgemäße Zahntechnik in einem eigenen Laborkonzept umzusetzen. Im Jahr 2015 gab es in Deutschland 8328 zahntechnische Betriebe. Zum Vergleich: Im Jahr 2002 waren es 7681 und im Jahr 2011 gab es 8636* Dentallabore.

*Angaben der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM)

Kann sich jeder Zahntechniker selbstständig machen?

Nein! Gemäß Anlage A zur Handwerksordnung ist Zahntechnik ein Handwerk mit Meisterpflicht. Der notwendige Eintrag des Gewerbes in die Handwerksrolle kann nur erfolgen, wenn der Laborleiter eine Meisterprüfung absolviert hat. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel: Wer sich ohne Meistertitel selbstständig machen möchte, kann eine Ausnahmebewilligung beantragen.

Welche Beratungs- und Fördermöglichkeiten kann ich in Anspruch nehmen?

Grundsätzlich basiert der Unternehmenserfolg nicht nur auf handwerklichen Höchstleistungen. Auch Unternehmerpersönlichkeit und betriebswirtschaftliches Wissen sind gefragt. Bereits vor der Gründung gibt es einige Dinge zu beachten: Finanzierung, Steuern, Businessplan, rechtliche Aspekte, finanzielle Absicherung.

Wie wichtig ist der Standort meines zukünftigen Labors?

Eine gründliche Standortanalyse ist bei vielen Gewerbeanmeldungen ein grundlegender Baustein für den Erfolg. In der zunehmend digitalisierten Zahntechnik muss dem Standort jedoch keine so zentrale Bedeutung beigemessen werden wie bei anderen Existenzgründungen. Vielmehr gilt es, sich ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen. Trotzdem sind hinsichtlich des Standorts einige Faktoren zu bedenken. Regionalität kann ein Argument für potenzielle Kunden und/oder deren Patienten sein. Je nach zahntechnischem Konzept sollte das Labor gut erreichbar sein. Auch die schnelle Internetanbindung wird an Wichtigkeit gewinnen.

Wenn’s ernst wird!

Ist der Entschluss zur Laborgründung gefasst, stehen weitere Fragen im Raum. Es bedarf eines Labors mit professionellem Equipment. „Aber wo fange ich an?“ Vor dieser Frage stehen alle Neugründer, und leider gibt es kein Patentrezept. Je nach finanziellen Mitteln muss individuell entschieden werden. Die IDS bietet auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen.

 Mehr erfahren?

Lesen Sie hier weiter und erfahren Sie, worüber sich Laborgründer auf der IDS besonders informieren sollten.

 

Annett Kieschnick, Freie Fachjournalistin