Umweltschutz in der Zahnarztpraxis. Plastikbecher kann man vermeiden

Go Green: Umweltschutz in der Zahnarztpraxis

Umweltschutz ist in der Zahnarztpraxis nicht leicht zu realisieren. Dieser Artikel gibt Anregungen, an welchen Stellen Praxisinhaber und Mitarbeiter ansetzen können, um beispielsweise Plastikmüll zu reduzieren.

Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Müllvermeidung sind Themen, die auch die Zahnarztpraxis betreffen. Wussten Sie, dass bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikabfälle jedes Jahr alleine von Land aus ins Meer gelangen? Dort haben sich schätzungsweise schon 150 Millionen Tonnen angesammelt – sehr wahrscheinlich noch wesentlich mehr.

Diese enorme Belastung der Weltmeere durch Plastikmüll wurde in den vergangenen Monaten vergangenen Jahr in vielen Medien thematisiert.  Auch die eindrücklichen Bilder in den sozialen Medien, wie das Video eines Tauchers aus Bali, haben dazu geführt, dass viele Menschen ihr Handeln im Alltag bewusst überdenken und sich stärker engagieren.

Auf politischer Ebene wurde auf die Thematik reagiert. Das EU-Parlament hat Ende März mit großer Mehrheit eine Regelung verabschiedet, die den Verkauf von verschiedenen Einwegprodukten aus Plastik innerhalb der EU ab 2021 untersagt. Aber auch darüber hinaus gilt es in allen Bereich, den Einsatz von Plastik sowie das Konsumverhalten zu überdenken.

Fünf Ansatzpunkte, um Ihre Praxis „grüner“ zu machen

Im Privatleben gibt es viele Möglichkeiten, sich umweltbewusster zu verhalten. Am Arbeitsplatz ist es komplizierter. Eine komplett grüne Zahnarztpraxis wird es nicht geben, allein schon aus hygienischen Gründen. Dennoch es gibt viele Bereiche in der Praxis, in denen umweltfreundlichere Alternativen zur Verfügung stehen. Einige davon stellen wir exemplarisch vor:

  1. Verzichten Sie auf den Einsatz von Amalgam, um die Quecksilberbelastung der Umwelt zu reduzieren. Auch wenn der Amalgamabscheider das Schwermetall aus dem Abwasser filtert, muss es anschließend ja noch immer entsorgt werden.
  2. Der Umstieg auf digitales Röntgen spart nicht nur auf einen Schlag sämtliche Entwicklerchemie, sondern bringt auch Vorteile in Sachen Effizienz im Praxisablauf.
  3. Versuchen Sie Einmalprodukte zu ersetzen: Nutzen Sie beispielsweise Sterilgut-Lagercontainer statt Einmalverpackungen, setzen Sie in der Lokalanästhesie auf Carpulensystem, um Einmalspritzen zu vermeiden.
  4. Sprechen Sie auch mit Ihrem Dentallabor, ob für den Transport von Zahnersatz und Modellen Mehrwegverpackungen genutzt werden können.
  5. Ersetzen Sie Plastikprodukte durch Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen, wie z.B. Mundspülbecher aus nachhaltig produzierter Pappe.

Wie kann man Plastikmüll in der Praxis reduzieren?

In der Zahnarztpraxis ist die Reduzierung des Plastikmülls eine besonders herausfordernde Aufgabe. Viele Medizinprodukte sind aus Plastik gefertigt und längst nicht alle verwendeten Einwegartikel können durch nachhaltigere Produkte ersetzt werden. Auch die neue EU-Regelung lässt den Einsatz von Plastik in der Medizin weiterhin zu.

Dennoch gibt es für einige Produkte des täglichen Praxisbedarfs Varianten, mit denen der Plastikmüll spürbar reduziert werden kann. Zugleich werden so die Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit in der Praxis auch gegenüber den Patienten kommuniziert.

Häufig kann man bereits mit kleinen Änderungen einen Beitrag leisten. Ganz im Sinne von: Ein kleiner Schritt für uns, ein großer Schritt für die Umwelt.

 

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