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Zukunftssicher investieren: Wie langfristige Laborplanung gelingt

Das digitale Leistungsspektrum bestimmt zunehmend den wirtschaftlichen Erfolg von Dentallaboren. Wir zeigen, wie Laborinhaber smart und vorausschauend in neue Technologien investieren.

Für zahntechnische Labore wird es immer wichtiger, sich mit dem eigenen Gerätepark zukunftsorientiert aufzustellen. Zentrales Erfolgskriterium: Die Möglichkeit, unterschiedliche Datenformate empfangen und verarbeiten zu können. Weiter sinkende Investitionskosten auf Seiten der Praxen, vor allem für Intraoralscanner, tragen dazu bei, dass immer mehr Zahnärzte mit digitalen Modellen arbeiten und einen problemlosen digitalen Workflow erwarten.

Vielen Laborinhabern ist bewusst, dass von einem optimalen Einsatz digitaler Systeme im Labor auch ihre betriebswirtschaftliche Zukunft abhängen kann. Zugleich werden die Entscheidungen über wirtschaftlich sinnvolle Investitionen und die beste digitale Strategie angesichts der Vielfalt der Systeme auf dem Markt aber immer komplexer.

Kompatibilitäten bilden Grundlage der Entscheidungsfindung 

Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme und das Herausarbeiten der individuellen Zielsetzung des Laborinhabers oder Gründers sein.

Diese Analyse bildet die Grundlage für die weitere Planung, etwa in Bezug auf die Kriterien für die Auswahl eines Modellscanners, eines 3D-Druckers oder einer Fräsmaschine.

Allein aus den Anforderungen eines Labors lassen sich aber noch nicht die optimal geeigneten Geräte ableiten. Denn in der Regel besteht zunächst keine Kompatibilität zwischen einem Laborsystem und den Intraoralscannern bei den Kunden und Geschäftspartnern des Labors. Deshalb ist eine genaue und vorausschauende Analyse der Anforderungen derzeitiger und potentieller Laborkunden ganz entscheidend.

Marc Fütterer, Produktmanager ConnectDental Labor bei Henry Schein, hebt hervor: „Dreh- und Angelpunkt für die Zukunftsfähigkeit eines Labors ist die Kompatibilität der Systeme, denn daran hängt sowohl der Workflow als auch die Wirtschaftlichkeit des Labors. Deshalb arbeiten wir bei Henry Schein mit einem übergreifend aufgestellten Spezialisten-Team, das die Anforderungen und Arbeitsprozesse von Laboren und Praxen kennt und entsprechend fundiert beraten kann.“

Auswahl von Geräten und Systemen erst im zweiten Schritt

Auf Basis dieser Überlegungen kann dann die konkrete Produktauswahl starten. Der wichtigste Punkt ist immer, die Geräte selbst auszuprobieren und direkt zu vergleichen.

Wir laden unsere Kunden häufig in Betriebe ein, in denen bereits erfolgreich mit dem einen oder dem anderen System gearbeitet wird. Idealer Weise bearbeitet ein Laborinhaber den gleichen Fall nacheinander an unterschiedlichen Geräten, um so zu erkennen, wo für ihn persönlich die Vor- und Nachteile im Handling der Geräte liegen“, erläutert Marc Fütterer das Beratungsangebot von Henry Schein. 

Der Preis spielt für viele Laborinhaber naturgemäß ebenfalls eine wichtige Rolle. An dieser Stelle kommt es darauf an, realistisch die tatsächlichen Folgekosten einzukalkulieren. Denn einige günstigere Geräte werden durch den Hersteller sozusagen subventioniert. Es handelt es sich meist um Geräte mit geschlossenen oder sehr vom Nachkauf abhängigen Systemen, bei denen der Hersteller als Materiallieferant und/oder Fräszentrum die Käufer langfristig an sich bindet.

Grundsätzlich bieten offene Systeme mehr Flexibilität und sind eher geeignet, eine langfristig wirtschaftlich sinnvolle Lösung zu bilden. Wichtig für die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit einer Investition ist die Frage, ob durch die neuen Geräte die Prozesse im Labor optimiert werden.

Welcher Laborscanner ist der Richtige für mein Labor?

Welcher Laborscanner für den eigenen Betrieb am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Viele Laborinhaber legen großen Wert auf effiziente Prozesse und hohe Geschwindigkeit. Darauf haben unter anderem 3Shape und Dentsply Sirona reagiert und bieten Geräte mit einem automatischen und einfachen Scanprozess an.

Der Hauptunterschied zwischen den aktuellen Scannern von 3shape und Sirona liegt in der CAD-Software. Die Frage, die hier gestellt werden muss, lautet schlicht: mit welcher Software kommt der Techniker besser zurecht.

Auch bei den Scannern sollte die Kompatibilität zu den Systemen der Kunden zentraler Punkt bei der Auswahl des passenden Geräts sein. Arbeiten die Kunden mit Intraoralscannern von Sirona, ist der Laborinhaber in den meisten Fällen mit einem Laborscanner des gleichen Herstellers am besten bedient. Ergibt die Bestandsaufnahme auf Kundenseite ein heterogenes Bild, muss genauer hingesehen werden.

 

Jetzt herstellerübergreifend beraten lassen

Die passende Fräsmaschine für das eigene Labor finden

Fräsmaschinen sind die Arbeitstiere des modernen Labors. Auch hier ist die Auswahl groß. Eine gute Übersicht über Einsatzbereiche, Funktionsweisen und Bauarten heutiger Geräte und Systeme finden Sie im Artikel Dentale CAD/CAM-Fräsmaschinen für die digitale Fertigung.

Gerade bei der digitalen Fertigung beeinflusst die Entscheidung für einen Anbieter auch die Freiheit bei der Auswahl von Materialien und Fräszentren, wie die drei exemplarisch vorgestellten Hersteller zeigen. Grundsätzlich geht aber auch bei den Fräsmaschinen der Trend hin zu mehr Offenheit.

Vhf Camfacture AG, Spezialhersteller für hochpräzise, schnelle und robuste CNC-Fräsmaschinen mit eigener Dental-Sparte ist Experte für offene Systeme. Die benutzerfreundliche Software ermöglicht die Verarbeitung von STL-Daten, wodurch die Fräsmaschinen zu allen offenen CAD-Systemen kompatibel sind. Wer beispielsweise auch mit den beliebten Zirlux-Materialien arbeiten möchten, ist bei den Systemen von vhf richtig.

Dentsply Sirona hat bei der Weiterentwicklung seiner Fräs- und Schleifmaschinen der inLab-Serie auf die Nachfrage der Labore nach offenen Systemen reagiert und bietet inzwischen relative Unabhängigkeit bei Materialien und Indikationen sowie bei der Verarbeitung anderer CAD-Daten.

Ivoclar Vivadent fokussiert mit der zur IDS 2017 erstmals vorgestellten ProgramMill-Serie auf leistungsfähige Geräte, die auf die eigenen Materialien perfekt abgestimmt sind und hier optimale Prozesse ermöglicht.

3D-Drucker können zur Effizienz im Laboralltag beitragen

Das wohl deutlichste Beispiel für die Disruption in der Zahntechnik ist der rasante Aufstieg des 3D-Drucks. Die ersten Geräte kamen vor wenigen Jahren in die Labore und haben sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten schnell als effiziente Helfer im digitalen Workflow durchgesetzt. Die Technologien und Materialien werden in hohem Tempo weiterentwickelt und eröffnen Dentallaboren neue Möglichkeiten.

Der Beitrag 3D-Drucker in Labor und Praxis gibt einen leicht verständlichen Überblick über Verfahrenstechnologien, Anwendungsbereiche und Trends im dentalen 3D-Druck.

 

Laborarbeitsplätze zugeschnitten auf die individuellen Anforderungen

Auch das Mobiliar und die Einrichtung sollte auf die Materialien ausgerichtet sein, die im eigenen Labor vorrangig verarbeitet werden, denn mit CAD/CAM hat man andere Anforderungen als ein konventionell arbeitendes Labor.

In dem Laborportrait  „Die Zukunft kommt nicht, sie wird von und gemacht“ – Über die Gründung eines Dentallabors berichtet ein junger Laborinhaber wie er bei der Unternehmensgründung seine Vorstellungen eines optimalen zahntechnischen Arbeitskonzeptes realisiert hat.

Bei der Konzeption und Ausstattung der Arbeitsplätze spielt neben dem Licht die Ergonomie eine wichtige Rolle. Die Arbeitsplätze müssen an die Körpergröße angepasst sein und effiziente Abläufe mit kurzen Griffwegen ermöglichen. Denn die Arbeitsergonomie bestimmt am Ende den Alltag der Mitarbeiter im Labor.

Immer wichtiger werden für Dentallabore das Ambiente und die Ausstrahlung der Räumlichkeiten. Kunden schließen aus der Gestaltung der Geschäftsräume – bewusst oder unbewusst – auf die Arbeit, die hier geleistet wird. Und auch für die Mitarbeitergewinnung und -bindung ist die Atmosphäre am Arbeitsplatz ein nicht zu unterschätzender Faktor. Im Portrait Das moderne Dentallabor: Stilvolle Botschaft der Räume zeigt ein Laborinhaber, wie er mit der Gestaltung seines Labors auch den eigenen Anspruch an moderne Zahntechnik kommuniziert.

Herstellerübergreifende Beratung mit Blick für das große Ganze

Unter dem Namen ConnectDental unterstützt Henry Schein Laborinhaber bei der Entwicklung einer sinnvollen und passenden digitalen Lösung – kompetent, herstellerübergreifend und immer unter Berücksichtigung der Systemkompatibilitäten.

Die hochqualifizierten und erfahrenen ConnectDental-Spezialisten haben bei der Beratung neben den konkreten Wünschen und Anforderungen eines Labors auch die Voraussetzungen für eine reibungslose Zusammenarbeit mit Laborkunden und Geschäftspartnern im Blick. Die unterschiedlichen Anforderungen werden miteinander abgestimmt, so dass ein maßgeschneidertes Lösungskonzept entwickelt werden kann. In den Dentalen Informations Center (DIC) von Henry Schein haben die Kunden die Möglichkeit, verschiedene Geräte und Systeme auszuprobieren und erläutert zu bekommen.

Die Spezialisten unterstützen Labore auch nach der Installation und Ersteinweisung dabei, die neuen Technologien effizient und effektiv einzusetzen. Nach der Einführung neuer Geräte und Materialien muss das erweiterte Angebot des Labors außerdem gezielt vermarktet werden. Die ConnectDental-Spezialisten und die Fachberater für Labore von Henry Schein haben verschiedene Instrumente und Materialien entwickelt, um Labore bei der strategische Neukundengewinnung und Kundenbindung gezielt unterstützen zu können.

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