Investitionen CAD CAM im Dentallabor

Investitionen im Dentallabor (CAD/CAM). Was gilt es zu beachten?

Soll im Dentallabor in den Bereich CAD/CAM investiert werden, sind viele Aspekte zu bedenken. Unter anderem müssen sich die Investitionen amortisieren.

 

Größere Investitionen im Dentallabor betreffen hauptsächlich Technologien im Bereich CAD/CAM. Aus Sicht des Zahntechnikers sind die Möglichkeiten dieser digitalen Technik faszinierend, doch sind aus Unternehmersicht vor der Anschaffung auch betriebswirtschaftliche Aspekte zu betrachten.

Ein Beispiel: Investitionen im Dentallabor „Schöne Zähne“

Zahntechnikermeister Falk Mustermann überlegt, in seinem Labor „Schöne Zähne“ Investitionen im Bereich CAD/CAM zu tätigen. Das Dentallabor ist seit Jahren gut etabliert, hat einen festen Kundenstamm und steht für Qualität und Service. Die Zahntechniker im Labor erstellen hochwertigen Zahnersatz zu fairen Preisen. Als Credo für sein Labor formuliert Falk Mustermann „Regional gefertigt; Zahnersatz aus einer Hand!“.

Ausgangspunkt: Status quo der Fertigung im Dentallabor

Edelmetallhaltige Gerüste sowie Modellguss werden in der Gusstechnik umgesetzt. Ebenso wird herausnehmbarer Zahnersatz händisch gefertigt. Für vollkeramische Restaurationen (Gerüste, monolithische Kronen und Brücken) kommen digitale Technologien zum Einsatz.

Vor zwei Jahren investierte das Labor in einen Desktop-Scanner und eine offene CAD-Software. Die Fertigung der konstruierten Gerüste realisiert ein externer Dienstleister. Zunehmend erhält das Labor Daten aus Intraoralscannern. Daher muss immer häufiger auch die Modellherstellung ausgelagert werden.

Gründe für Investitionen: Umverteilung der Arbeit hin zu CAD/CAM

Seit einigen Monaten fragt sich Falk Mustermann: „Ab wann lohnt sich die Investition in laboreigene CAD/CAM-Technik, wie z. B. eine Fräsmaschine oder einen 3D-Drucker?“

Der Anteil der Leistungen, die von externen Dienstleistern eingekauft werden, steigt kontinuierlich. Die Umverteilung der Arbeit auf vermehrt digital gefertigten Zahnersatz folgt dem allgemeinen Trend. Es ist abzusehen, dass die Entwicklung in diese Richtung weitergeht.

Falk Mustermann ist sich bezüglich der Investitionen, deren Amortisierung sowie der Finanzierungsmöglichkeiten unsicher. Er kontaktiert CAD/CAM-Experten, die mit ihm gemeinsam Überlegungen diskutieren und Wirtschaftlichkeitsberechnungen vornehmen.

Investitionstreiber im CAD/CAM-Bereich sind 3D-Drucker, Fräsmaschinen, Laborscanner und Desktop-Scanner. Objektive, neutrale Informationen zu den Geräten verschiedener Anbieter sind beispielsweise bei einem Fachhändler wie Henry Schein zu erhalten.

Investitionen in die CAD/CAM-Technik: Ja oder nein?

Falk Mustermann steht vor zwei Optionen.

1. Outsourcing der digitalen Fertigung: Die Vorteile

Der Einkauf von Fremdleistungen hat einige Vorteile. Hierzu gehört die Kontrolle über Herstellungskosten. Gezahlt wird pro Einheit; Nebenkosten sind in der Regel nicht zu erwarten.

Zudem bieten externe Dienstleister eine gleichbleibende Qualität. Die Spezialisten an den CAD/CAM-Geräten sind geschult und auf aktuellem Stand. Die Zahntechniker im Labor müssen sich nicht mit der Maschinentechnologie auseinandersetzen, sondern widmen sich ihren seit Jahren gewohnten zahntechnischen Abläufen.

2. Eigene CAD/CAM-Fertigungseinheiten: Die Vorteile

Wird mit einer laboreigenen CAD/CAM-Einheit gearbeitet, verbleiben das Know-how sowie die vollständige Kontrolle des Fertigungsprozesses im Unternehmen. Die Wertschöpfung liegt ebenso im Labor wie die Datenhoheit.

Durch automatisierte Prozesse ergibt sich ein Wettbewerbsvorteil. Zudem gewinnt das Labor an Kompetenz. Ist der erste Schritt in der CAD/CAM-Fertigung getan, folgt in der Regel ein Ausbau des Angebots. Das Indikationsfeld erweitert sich.

Das Labor gewinnt an Attraktivität für neue Kunden sowie neue Mitarbeiter. Zu erwarten sind zudem positive Effekte hinsichtlich Effizienz, Fertigungsorganisation und Mitarbeiterzufriedenheit.

Wirtschaftlichkeit von Investitionen in CAD/CAM berechnen

Falk Mustermann möchte sich zukunftsorientiert aufstellen und nach Abwägung der Vorteile in die CAD/CAM-Fertigungstechnologie investieren. Die Investitionen sollen in eine kompakte Fräsmaschine (z. B. vhf) sowie einen Sinterofen fließen, um vollkeramische Restaurationen (Zirkonoxid) inhouse fertigen zu können.

Wirtschaftlichkeitsrechnung im Dentallabor

Bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung wird die erwartete Auslastung des neues Geräts kalkuliert und den Kosten beider Varianten gegenüber gestellt – Fremdkosten und Personalkosten beim Outsourcing vs. anteilige Investitionskosten bzw. Leasingsrate plus Verbrauchsmaterialien, Wartungskosten und Personalkosten bei der eigenen Fertigung. Die betriebswirtschaftliche Analyse erfolgt zusammen mit den Experten von Connect Dental (Henry Schein). Mit dieser Rechnung lässt es sich abschätzen, wann sich die Kompaktfräsmaschine amortisiert.

Tipp vom Connect-Dental-Experten: Beachten Sie bei Investitionen umsatzsteuerliche Aspekte. Beispielsweise können aus der Rechtsform des Unternehmens Unterschiede in steuerlichen Belangen auftreten (Einzelunternehmer, Kapitalgesellschaften).

Erfolgsversprechende Investitionen in CAD/CAM

Die Zahlen der Berechnung geben dem Laborinhaber Sicherheit, mit der Entscheidung für die Investitionen aus unternehmerischer Sicht wirtschaftlich richtig zu handeln. Vollkeramische Restaurationen sollen künftig im Labor hergestellt werden. Modellguss- sowie NEM-Gerüste werden weiterhin an einen Dienstleister delegiert (SLM-Technologie).

Die nächste Investition wird ein 3D-Drucker sein. Hier sieht ZTM Mustermann die Notwendigkeit, Modelle aus den Daten des Intraoralscanners zu drucken. Über weitere Indikationsgebiete ist er sich bewusst (z. B. provisorische Kronen, Prothesenbasen etc.). Investiert werden soll in einen vergleichsweise günstigen 3D-Drucker, welcher kurze Abschreibungszeiten hat oder über ein Leasing (36 Monate) bezogen werden kann.

Fazit: Durchdachte Planung macht Investitionen im Dentallabor erfolgreich

Investitionen im Dentallabor sind eine unternehmerische Entscheidung, die von vielen Parametern abhängig ist. Jedes Labor muss für sich selbst definieren – auf Basis von Wirtschaftlichkeitsberechnungen sowie eigener Ansprüche – ob in CAD/CAM-Technologie investiert werden soll. Zusätzlich zu den Zahlen sind weitere Aspekte zu bedenken. So kann beispielsweise das moderne, digital ausgerichtete Labor ein entscheidendes Kriterium für Zahnärzte, Patienten und neue Mitarbeiter werden. Das Labor wirkt innovativ, was Teil des Marketings ist.

Denken auch Sie über Investitionen im Bereich CAD/CAM nach? Machen Sie es wie Falk Mustermann und informieren Sie sich bei den Experten von Connect Dental.

Wir gehen mit Ihren Daten vertrauensvoll um. Die von Ihnen angegebenen Daten werden ausschließlich zur Abwicklung Ihrer Anfrage verwendet. Hierfür kann es erforderlich sein, dass Daten an andere Unternehmen weitergegeben werden, die für uns im Auftrag tätig werden (z. B. Hostingdienste). Weiterhin nehmen wir diese Daten zur besseren Anfragenabwicklung in unsere interne Kundendatenbank auf. Weitere Informationen zum Datenschutz bei Henry Schein finden Sie unter www.henryschein-dental.de/datenschutz.