Zahnarzt Anwendr Luftreiniger

Luftreiniger aus Anwendersicht: Schutz gegen Viren und Krankheitserreger

Luftreiniger für Zahnarztpraxen und Dentallabore bieten Schutz gegen Krankheitserreger. Doch bewährt sich die Technik im Praxisalltag? Dr. Alexander Kelsch berichtet über Luftreiniger aus Anwendersicht.

 

Herr Dr. Kelsch, Zahnarztpraxen und Dentallabore interessieren sich zunehmend für das Thema Luftreinigung. Warum haben Sie sich dafür entschieden, ein Chairside-Luftreinigungssystem in Ihrer Praxis zu verwenden?

Die Pandemie hat gezeigt: Zahnarztpraxen in Deutschland können bei der Lufthygiene noch etwas mehr erreichen. Entscheidend ist, die Aerosolbelastung in der Behandlung zu reduzieren und so das Infektionsrisiko deutlich zu senken. Wenn wir Patienten mit rotierenden Instrumenten behandeln, entstehen bekanntermaßen sehr feine Schwebeteilchen. Hier kann der Chairside-Luftreiniger seine Stärken ausspielen und die Aerosole umgehend filtern.

Was sind Ihre ersten Eindrücke als Anwender eines Luftreinigers?

Anwender Luftreiniger Praxis
Dr. Kelsch setzt in seiner Praxis auf Luftreiniger.

Ich bin sehr zufrieden. Überzeugt hat mich insbesondere die durchdachte Konstruktion und die einfache Handhabung. Das Gerät ist schmal und mit Rollen ausgestattet. So lässt es sich einfach von Raum zu Raum bewegen und auch in kleinen Behandlungszimmern problemlos positionieren. Clever finde ich, dass das Gerät einen Fußschalter zum Ein- und Ausschalten hat. Das erleichtert die Bedienung, die von der Assistenzseite ausgeführt wird.

Wie positionieren Sie das Gerät, damit die Luft effektiv filtert?

Die Absaugvorrichtung des Luftreinigers wird seitlich über dem Patientenmund positioniert, und zwar mit einem Abstand von ungefähr 20 Zentimeter. Das funktioniert problemlos, da sich der Gelenkarm flexibel bewegen lässt. Während der Behandlung wird die Luft direkt aus dem Mundraum des Patienten gesaugt und in drei Stufen gefiltert. Der Vorfilter hält gröbere Stoffe zurück, anschließend entfernt der Aktivkohlefilter Gerüche sowie Schmutzpartikel. Der HEPA-Filter, als letzte Stufe schneidet Teilchen in jenen Größen ab, die den gängigen Viren und Bakterien entsprechen. Die gesäuberte Luft wird dann wieder ausgestoßen.

Wie handhaben Sie den Filterwechsel und die Reinigung des Luftreinigers nach der Behandlung?

Ich sehe es als sehr großen Vorteil an, dass ein Vorfilter integriert ist. So muss ich nicht nach jeder Behandlung das ganze Absaugrohr auseinandernehmen und reinigen. Es reicht aus, den Vorfilter auszutauschen, den zugänglichen Bereich sehr gut zu desinfizieren, und anschließend einen frischen Vorfilter für den nächsten Patienten einzusetzen. Das ist eine Sache von zwei Minuten. Ergänzend dazu gibt es Vorgaben zur regelmäßigen Reinigung des Absaugarms sowie zum Austausch des Aktivkohle- und des HEPA-Filters. Insgesamt hält sich der Aufwand also in Grenzen. Darüber hinaus achten wir nach jeder Behandlung darauf, bei weit geöffnetem Fenster zu lüften, um so einen Luftaustausch im gesamten Raum zu erzielen.

Stört der Geräuschpegel des Geräts während der Behandlung?

Das Gerät rauscht zwar leicht, als störend würde ich das aber auf keinen Fall bezeichnen. Denn egal, ob ich mit dem Laser arbeite oder mit dem Bohrer – ein gewisser Geräuschpegel lässt sich bei Behandlungen ohnehin nicht vermeiden. Daher gewöhnen sich Patienten und Mitarbeiter sehr schnell an das neue Gerät.

In Ihrer Praxis arbeitet auch ein Oralchirurg. Welche Bedeutung hat das Luftreinigungssystem für dessen Tätigkeit?

In der Oralchirurgie entstehen größere offene Wunden. Der Schutz vor Infektionen ist hier besonders wichtig. Nun dürfte es aber für eine zahnärztliche Praxis in der Regel nicht praktikabel sein, einen richtigen OP-Bereich einzuführen. Das zusätzliche Luftreinigungssystem sehen wir daher als Kompromisslösung im positiven Sinne. Wir bieten unseren Patienten eine Mehrleistung an und erläutern ihnen, dass wir auch bei Operationen die Aerosolbelastung reduzieren können.

Wie hat Ihr Team auf die Einführung reagiert?

Natürlich ist man als Behandler oder auch Mitarbeiter vielleicht manchmal etwas bequem und denkt sich im ersten Moment: Schon wieder etwas Neues? Doch oft ist es wichtig, alte Pfade zu verlassen und die Vorteile neuer Technik zu nutzen. Meine Mitarbeiter wissen, dass die Luftreinigung zu ihrem eigenen Besten ist. Sie haben sich schnell an die neue Technik gewöhnt, und die Arbeit funktioniert ganz reibungslos.

Wie reagieren Ihre Patienten auf die zusätzlichen Maßnahmen zum Infektionsschutz?

Vor der Behandlung erklären wir, dass das neue Gerät die Aerosolbelastung in der Praxis reduziert und Patienten und Mitarbeiter schützt. Darauf reagieren unsere Patienten sehr positiv.

Bildergalerie: Luftreiniger aus Anwendersicht

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