2D 3D Röntgen Anwenderbericht

2D/3D-Röntgen: Das sind die Vorteile für den Anwender

2D/3D-Röntgengeräte für die Zahnarztpraxis werden von fast allen Herstellern angeboten. Aber welchen Mehrwert bringen die Geräte im Alltag der Zahnarztpraxis? Dr. Alexander Kelsch hat in die digitale 3D-Diagnostik investiert und berichtet aus Anwendersicht über die Stärken der neuen Technologie.

 

Bewährt sich der Einsatz eines modernen 2D/3D-Röntgengeräts auch im Praxisalltag? Darüber haben wir mit Dr. Alexander Kelsch gesprochen, der mit seiner Praxis von einem OPG auf die moderne Technik umgestiegen ist. Im Interview mit dem Henry Schein MAG spricht er aus Anwendersicht über den Entscheidungsprozess und seine Gründe für den Einstieg in das digitale 3D-Röntgen, die Umstellung des Workflows in der Praxis und vor allem über die Stärken des Geräts in seiner täglichen Arbeit.

 

Der VistaVox und sein Besitzer Dr. Kelsch
Dr. Kelsch hinter seinem neuen Röntgengerät (Foto Christian Bruch).

Herr Dr. Kelsch, was gab in Ihrer Praxis den Ausschlag für die Anschaffung eines neuen 2D/3D-Röntgengerätes?

Nach über 21 Jahren waren wir mit der Detailgenauigkeit unseres bisherigen OPG nicht mehr zufrieden. Das Röntgengerät  überzeugte uns im Bereich der Bildqualität sowohl bei den PSA als auch bei den DVT ganz besonders.

Ein weiterer ausschlaggebender Punkt war auch, dass ich die Produkte des Herstellers schon seit Praxisgründung als extrem ausdauernd und qualitativ hochwertig wahrgenommen habe.

Welche Veränderungen erleben Sie im Vergleich zu ihrem Altgerät aus diagnostischer Sicht im Bereich 2D-Röntgen?

Die Unterschiede zu unserem semi-digitalen Altgerät liegen natürlich in erster Linie in der Präzision der Darstellung. Die Technologie ermöglich uns extrem scharfe Bilder, die uns auch ggf. feine Frakturlinien zeigen.

Diese Detailgenauigkeit ermöglicht zum Beispiel auch eine sehr viel zuverlässigere Bewertung von Karies im approximalen Bereich. Im Bereich der Endodontie fangen wir gerade an, in bestimmten Fällen auf ein DVT zurückzugreifen.

Auch Veränderungen im Kiefergelenk lassen sich deutlich besser darstellen – dies war uns bisher definitiv nicht möglich.

Aus welchen Gründen wollten Sie 3D-Röntgen in Ihrer Praxis einführen?

Durch unseren mitarbeitenden Oralchirurgen Dr. Wolfgang Schweizer werden bei uns nur noch Implantationen durchgeführt, die anhand von 3D-Aufnahmen geplant wurden. In der Vergangenheit haben wir dafür die Bilder extern anfertigen lassen, wobei leider immer wieder Positionierungsfehler oder ein deutlich zu großes Volumen einen erheblichen Mehraufwand verursachten.

Durch die erfreulich hohe Patientenbindung unserer Praxis waren diese nicht immer über eine Überweisung erfreut. Mit der Installation des neuen Geräts können wir nun mehr einen noch höheren Patientenkomfort bieten.

Wie ist der Platzbedarf des Gerätes und wie vereinbart es sich mit Ihren Räumlichkeiten?

Die Positionierung des Geräts in unserem Röntgenraum stellte tatsächlich kein Problem dar. Das gewählte Gerät hat einen nur geringfügig höheren Platzbedarf als das alte Gerät. Sogar die Ceph-Ausführung, die bei uns kurzzeitig angedacht wurde, wäre realisierbar gewesen.

Wie beurteilen Sie die Handhabbarkeit des Gerätes? Wie kommt Ihr Personal mit dem Gerät klar? 

Unser Personal ist mit dem Handling des Gerätes sehr zufrieden. Die Zahl der Positionierungsfehler konnte deutlich reduziert werden, was sicherlich mit der face-to-face Positionierung der Patienten zu tun hat. Auch die klaren Laserlinien für die entsprechenden Ebenen erleichtern das Einstellen der korrekten Position.

Die Einweisung durch Henry Schein sowohl am Gerät selbst, wie auch in die Software war sehr hilfreich und ermöglichte einen reibungslosen Übergang von unserem alten System in die neue Gerätegeneration.

Sie nutzen die neue Röntgentechnologie bereits seit einiger Zeit im Praxisalltag. Welche Funktionen und Eigenschaften überzeugen im täglichen Gebrauch besonders?

Hier ist in erster Linie neben den schon genannten Vorteilen das überaus durchdachte Field of View zu nennen. Die Anpassung der verschiedenen Volumina an die für die Zahnheilkunde wichtige Anatomie reduziert die Strahlenexposition und erspart somit viel Zeit bei der Befundung der DVT-Aufnahmen.

Die Patienten zeigen sich – wie wir – besonders angetan von der geringen Umlaufzeit beim OPG bzw. der kurzen Scanzeit beim DVT. Gerade bei Kindern oder Menschen mit Beeinträchtigungen erweist sich dies als nicht unwesentlicher Vorteil.

Unseren Chirurgen überzeugen dazu noch die Genauigkeit und die Zuverlässigkeit der Darstellung, die einem intraoperativ anstrengende Situationen erspart.

Können Sie etwas zur Wirtschaftlichkeit des 3D-Röntgengeräts sagen?

Durch die 3D-Option  können wir nun auch unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes Kieferanteile darstellen, bei denen ein OPG nicht alle Informationen liefern kann, welche für eine Therapieentscheidung erwünscht wäre. Das bringt einen Mehrwert für die Patientenkommunikation. Wir können unsere Patienten zielorientierter beraten, gerade wenn es um den langfristigen Erfolg der zahnärztlichen Maßnahmen geht.

Unser neues Hybrid-Gerät aus OPG und DVT hat mich als Praxisbetreiber durch sein überzeugendes Preis-Leistungsverhältnis und seine dadurch schnelle Amortisation überzeugt. Das Gerät bietet uns durch seine extrem geringe Strahlenbelastung auch in einer etwaigen Wirtschaftlichkeitsprüfung die schlüssige Argumentation, warum man sich für eine PSA und nicht für mehrere Zahnfilme entschieden hat.

Mittelfristig streben wir an, auch für den interessierten Kollegenkreis das Erstellen von DVT-Aufnahmen als Dienstleistung anzubieten.

Die digitale Diagnostik ermöglicht einen einfachen Workflow (Foto: Christian Bruch).

Wie hat sich der Workflow in Ihrer Praxis verändert, auch in der Zusammenarbeit mit Ihrem Chirurgen?

Zum einen entfällt das Scannen der Folie, was wir bei unserem Altgerät durchführen mussten. Auch dass die Folie bei häufigem Einsatz nicht mehr durch Gebrauchsspuren leidet, ist natürlich ein Kostenaspekt.

Die Software ermöglicht uns auch als DVT-Einsteiger schnell eine sichere Navigation im 3D-Bereich.

Unser Oralchirurg hat die Möglichkeit, auch von zuhause auf die Software zuzugreifen und bei Bedarf die Planung von dort umzusetzen. Da wir uns zwischenzeitlich entschieden haben, das komplette Softwarepaket zu nutzen, können wir künftig auch das Design der Bohrschablonen selbst bestimmen und dann lediglich den Datensatz zum Ausdrucken in unser Labor schicken.

Sehen Sie Vorteile in der Volumengröße der Aufnahmen?

Die Variabilität der Volumengröße war mit einer der Punkte, die uns für das Gerät begeistert haben. Diese Flexibilität bei den darzustellenden Volumina erleichtert die Aufklärung unserer Patienten über den Nutzen eines DVT statt eines OPG in den entsprechenden Behandlungssituationen.

Außerdem stellen wir keine Randbereiche unseres Tätigkeitsgebietes dar, was zum einen die Strahlenexposition reduziert und den Aufwand der Befundung spürbar erleichtert.

Was bedeutet die Anschaffung eines 3D-Röntgengerätes für Ihre Patienten?

Im Mai 2020 haben wir unsere Praxisräume renoviert. Aber auch ohne diese Maßnahme hätten wir den Schritt zum DVT realisiert, da wir als Praxis für Laserzahnheilkunde schon seit vielen Jahren einen sehr hohen technischen Standard anbieten.Deshalb wissen unsere Patienten, dass die Empfehlung einer DVT-Aufnahme als Alternative zum OPG keinesfalls wirtschaftliche Gründe hat, sondern medizinisch sinnvoll ist.

Überweisungen sind künftig immer seltener nötig, was von Patientenseite ebenfalls sehr geschätzt wird.

Die Zuverlässigkeit unserer Befunde und Diagnosen steigt durch unser neues Röntgengerät und trägt ebenso wie unser neuer Intraoralscanner dazu bei, dass wir mit unserem digitalen Workflow die Patienten von unserer Innovationsfreude überzeugen können.

Herr Dr. Kelsch, haben Sie vielen Dank für das Interview!

 

Oliver Kempff

In meinen Beratungen stelle ich immer wieder fest, dass vor allem ein Irrtum weit verbreitet ist – die Annahme, der Einstieg in das digitale Röntgen wäre besonders aufwendig und teuer, wenn die Praxis bisher nicht vernetzt ist.

Gewiss ist es langfristig sinnvoll, komplett vernetzte Abläufe einzuführen. Doch für einen sanften Start bietet Henry Schein Dental auch einfache Insellösungen an. Hierbei wird nur das Röntgen digital gestaltet. Röntgenaufnahmen können dann etwa über ein iPad aufgerufen und dem Patienten präsentiert werden. Alle anderen Abläufe bleiben erstmal so bestehen.

Wenn der Zahnarzt seine Praxisabläufe später noch effizienter gestalten möchte, begleitet ihn Henry Schein Dental dabei, einen praxisweiten digitalen Workflow zu etablieren. Eine solche Modernisierung kann sich im Übrigen auch für ältere Zahnärzte auszahlen, die einen Nachfolger für ihre Praxis suchen.

 

– Röntgenspezialist Oliver Kempff unterstützt Zahnärzte seit Jahrzehnten dabei, Röntgengeräte in ihre Praxis zu integrieren.

 

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