Checkliste Future für Dentallabore

„Checkliste Future“ für Dentallabore

Technologiewende, Fachkräftemangel, Digitalisierung: Wie wappnen Sie sich für die Zukunft der Zahntechnik?

Zahntechnik im Wandel – eine rosarote Brille hilft ebenso wenig wie der Blick in eine Glaskugel. Doch entgegen einiger Prognosen aus den 1990er Jahren gibt es immer noch Zahntechniker; und scheinbar zu wenige. Fachkräftemangel bzw. kompetent geschulte Zahntechniker sind zentrale Themen von Laborinhabern. Zahntechniker werden gebraucht – heute, morgen und in der Zukunft, nur eben ein bisschen anders. Und so wie sich Aufgabengebiete verändern, so sollten sich Unternehmer auf Chancen und Möglichkeiten einstellen. Wo liegen Lösungen und wie stellt sich ein Dentallabor strategisch klug für die Zukunft ein?

Die Checkliste gibt Inspiration, um aus alten Denkmustern auszubrechen und mutig zu sein, mal neue Wege zu probieren. Auch wenn es unglaublich „abgedroschen“ klingt: In der Arbeitswelt wandelt sich gerade alles! Auch in der Zahntechnik!

Checkliste für die eigene Zukunftsvision „Zahntechnik“

1. Strategische Ausrichtung!

Gut und schön, aber wie soll das gehen? Ein Tipp ist die Szenario-Technik, die auch in der Wirtschaft und Politik angewandt wird. Die Szenarien, die hierbei für die Zukunft aufgestellt werden, sind weder Prognosen noch Hochrechnungen, sondern schlüssige Geschichten. Diese führen zu verschiedenen Zukunftsbildern.
Traditionelle Leistungsangebote könnten um neue Kerntätigkeiten ergänzt werden, die in der Regel dienstleistungsorientiert sind. Um aus Denkmustern auszubrechen, könnten Zahntechniker z. B. in „Strategiespiele“ (Szenario-Technik) Ressourcen investieren und beispielsweise ein professionelles Coaching nutzen.

2. Komplettangebote!

Der vermehrte Wunsch nach Komplettlösungen wird Dentallabore zunehmend vor Herausforderungen stellen. Gerade kleinere Labore können nicht alle Bereiche abdecken.
Der Mitbewerber wird zum Partner. Eine übergreifende Netzwerkarbeit schont Ressourcen und stärkt Kernkompetenzen.

3. Kundenansprache!

Eine zielgruppengerechte Kommunikation gewinnt an Bedeutung. Die Qualität der handwerklichen Leistungen muss für den Zahnarzt und den Patienten künftig wahrnehmbarer gestaltet sein.
Mit einer zielorientierten Kommunikation und entsprechenden Informations- und Kommunikationstechnologien können die Wertigkeit der zahntechnischen Arbeit und insbesondere der Nutzen für Zahnarzt und Patient unterstrichen werden.

4. Investition in neue Technologien!

Um dem Zahnarztkunden die Möglichkeiten einer modernen prothetischen Zahnmedizin zu bieten, muss digitalisiert werden.
Investitionen sind genau zu überdenken und sollten auf einer betriebswirtschaftlichen Analyse basieren. Das „Bauchgefühl“ sollte aus unternehmerischer Sicht hinten angestellt werden. Sprechen Sie mit kompetenten und neutralen Fachberatern!

5. Digital Workspace!

Digitale Prozesse erleichtern die Arbeit; theoretisch. Praktisch – wer kennt es nicht: Manchmal nervt es einfach! Da fehlt ein Plug-in, da startet das Programm nicht, im Hintergrund wird ein Update gefahren … Das hemmt den Arbeitsfluss und ist zu vermeiden.
Bei allen Forderungen nach offenen Systemen: Software, Hardware, Materialien etc. sollten aufeinander abgestimmt sein! Unter der Dachmarke ConnectDental wird eine offene Komplettlösung geboten, bei welcher die Prozesse exakt abgestimmt sind.

6. Wertschätzung!

Mit der sich wandelnden Arbeitswelt sollte sich die Führungsstruktur ändern. Es sind nicht die Optimierung aller Prozesse und der möglichst effiziente Arbeitseinsatz angestellter Zahntechniker, die zu Gewinnmaximierung und Erfolg führen. Vielmehr ist es die Wertschätzung des Menschen, seiner Begabungen und seiner individuellen Talente.
Angestellte werden zu Mitarbeitern! Beschäftigen Sie sich mit einer modernen, agilen Mitarbeiterführung, die zu mehr Innovation sowie Einsatzbereitschaft und somit zu besseren Betriebsergebnissen frühen kann.

Handlungsfelder in der Zahntechnik

  • Fachkräftesicherung (Entwicklungschancen bieten, Motivation, Teamkultur)
  • Arbeitnehmermarkt (Außendarstellung Ihres Labors auch auf potenzielle Fachkräfte orientiert)
  • Innovationsfähigkeit (Spezialisierung und Kooperationen)
  • Ressourcenschonung (Energieeffizienz, Wirtschaftskreislauf)
  • Digitaler Wandel (gezielte Investitionen, Interkonnektivität)
  • Feminisierung und demografischer Wandel (anderes Kundenverhalten, neue Leistungsfelder)

Annett Kieschnick, Freie Fachjournalistin

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