Die Primemill aus Sicht eines Anwenders: Dr. Werling im Interview

Dr. Gerhard Werling ist überzeugter CEREC-Anwender und -Erprober der ersten Stunde. Als einer der Test-Anwender der neuen CEREC Primemill, berichtet er in einem exklusiven Interview, welche Features die neue Schleif- und Fräseinheit besonders auszeichnen.

 

Herr Dr. Werling, nach der Einführung der Primescan im letzten Jahr folgt jetzt das nächste Prime-Familienmitglied von Dentsply Sirona: Die neue Schleif- und Fräseinheit CEREC Primemill, an deren Erprobung Sie teilhaben durften. Was sind Ihre ersten Eindrücke als Anwender? 

Mein erster Eindruck war, dass es sich hierbei um ein Facelift des bisherigen Gerätes – der MC XL, die ebenfalls bei uns im Einsatz ist –  handelt. Schaut man sich die Primemill als Anwender jedoch näher an, erkennt man, dass einige innovative Eigenschaften integriert wurden.

Abgesehen also von dem neuen Design in der äußeren Anmutung. Was sind für Sie als Anwender die Hauptvorteile und die wichtigsten neuen Features der Primemill? 

Die neuen Features, die uns in der Arbeit mit der Primemill begeistert haben, sind hauptsächlich die Schnelligkeit: Eine Vollzirkonkrone lässt sich in unter fünf Minuten fräsen und das bei gleichzeitiger Qualität der Ränder und Oberflächen. Das unterstützt mich eminent in meinem Chairside-Workflow.

Weiterhin überzeugt mich die Möglichkeit, dass ich meine Bohrer- oder Schleifkörper kontrollieren kann, weil erfasst wird, wie lange und oft diese bereits gearbeitet haben.

Und, nicht zu vergessen, die Oberflächenbearbeitung im Fein-Modus: Es lassen sich wunderschöne Kauflächen mit dem Gerät erzeugen. Dadurch wird die Funktion und Ästhetik der Restauration noch besser. Ein weiterer Vorteil ist darüber hinaus, dass der Anwender trocken und nass fräsen und schleifen kann.

Interessant finde ich, dass sie vom Preisniveau in der „alten“ Kategorie angesiedelt ist. Es gibt keinen exorbitanten Preisaufschlag auf die moderne Technologie.

Herr Dr. Werling, Sie sind langjähriger CEREC-Anwender und Referent für das CEREC-System. Haben Sie eine Empfehlung für Kollegen, die bisher noch nicht mit dem System arbeiten? 

Das System ist raus aus dem nerd-haften Habitus, den die CEREC-Gemeinde vor vielen Jahren hatte. Die Geräte und Software lassen sich ohne spezielle Vorkenntnisse intuitiv bedienen. Zum Beispiel das große 7-Zoll Touch-Interface an der Schleifmaschine für eine optimierte Bedienung und die Scanner zur Detektion der Blöcke und der Schleifkörper.

Selbstverständlich gibt es eine natürliche Lernkurve für Einsteiger. Diese ist aber im Vergleich zu früher sehr niedrig.

Es gibt ein großes Angebot an Kursen, E-Learning-Seiten oder die Möglichkeit bei einem erfahrenen Anwender zu hospitieren. Das halte ich für sehr empfehlenswert, gerade für Neueinsteiger.

Können Primescan und Primemill dazu beitragen, noch mehr Zahnärzte von diesem System zu überzeugen? Was könnten die Aspekte dafür sein ? 

Die technischen Voraussetzungen bezüglich Qualität, Präzision, Anwendungsvielfalt und einfacher, komfortabler Bedienung sind, wie bereits beschrieben, gegeben. Deswegen ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um in das System einzusteigen. Auch die Anbindung an gewerbliche Labore ist dank der Öffnung des CEREC-Systems leichter möglich. Die Digitalisierung hat in den Laboren schon vor langer Zeit begonnen. Sicher freut es die Labore, wenn sie Intraoralscans von Behandlern erhalten mit denen sie direkt in Ihrer Labor-Software weiter arbeiten können.

Mittlerweile gibt es auch sehr gute Finanzierung- oder Leasingangebote, zum Beispiel das HIT-Leasing. Dadurch wird beim Kauf eines CEREC-Systems das Praxisbudget nicht so exorbitant belastet.

Und wie sieht es mit den Kollegen aus, die als Anwender bereits ein CEREC-System in verschiedenster Ausstattung bzw. Konfiguration betreiben? Für wen lohnt sich eine Ergänzung oder Erneuerung auf die Primemill ? 

Für Kollegen, die bereits CEREC-Anwender sind, stellt sich vielleicht die Frage eines Upgrades. Meiner Meinung nach ist das abhängig von der jeweiligen Systemkonfiguration. Es gibt Kollegen, die arbeiten beispielsweise noch mit der Bluecam oder der Omnicam und mit einer zweimotorigen Schleifmaschine.

Oder es ist eine zweite Schleifmaschine gewünscht. Hier muss man abwägen welches Indikationsspektrum man abdecken möchte und sich dann für die passenden Geräte entscheiden.

Emotionale Frage: Müssen sich die Anwender von bisherigen CEREC-Fertigungseinheiten jetzt „abgehängt“ fühlen ? 

Klar! Wenn die „Neue“ ein Schleifmagazin für verschiedene Materialien, automatische Blockspannung oder Fünfach-Technologie hätte. Hat sie aber nicht. Deshalb muss sich kein Anwender „abgehängt“ fühlen. Bei den bisherigen CEREC Schleif- und Fräseinheiten handelt es sich um Vorgängermodelle. Mit denen wird bereits seit vielen Jahren gearbeitet und liefern die ebenfalls tolle Ergebnisse.

Dentsply Sirona ist weltweit der Maßstab bei Chairside-Schleifmaschinen. Die Schnelligkeit und Materialvielfalt aller bisherigen Schleifeinheiten ist unerreicht. Genau dafür benötigen wir diese Geräte. Bei der Entwicklung der Primemill wurde diesem Grundprinzip gefolgt. Mit den genannten Features wurde sie weiter verbessert.

Vielen Dank für das Gespräch! 

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