CEREC Software in der fünften Generation

CEREC Software Generation 5 – Das leistet die neue Software

Wie bewerten Anwender die Neuerungen der CEREC Software der Generation 5 und welche Vorteile bietet das Update für Besitzer der CEREC AC Omnicam? CAD/CAM-Spezialist Peter Matheis fasst die ersten Erfahrungen zusammen und bewertet das neuste Update.

Die CEREC Software 5 wurde von Dentsply Sirona zur IDS 2019 zusammen mit der neuen Intraoralkamera Primescan vorgestellt. Seit Oktober 2019 ist die Version 5.1 erhältlich, die auch auf der CEREC Omnicam AC installiert werden kann. Neu sind außerdem die Version 5.1 der Connect-Software sowie die Zusatzsoftware OraCheck zur digitalen Visualisierung von Veränderungen der Zahn- und Schleimhautsituation.

CEREC SW 5.0 im Praxiseinsatz – so bewerten Spezialisten und Zahnärzte die Neuerungen

Die Veränderungen im Funktionsumfang der CEREC-Software sind nicht so tiefgreifend wie bei der Einführung der Biogenerik mit der CEREC SW 4.5 oder der vereinfachten 5-Schritt-Lösung durch CEREC SW 4.6. Beide Grundprinzipien bleiben bestehen, werden aber durch künstliche Intelligenz (KI) erweitert, was unter anderem die Erstvorschläge der Software nochmals verbessert.

Neben der verbesserten Performance liegen die eigentlichen Vorteile der CEREC SW 5.x in der Usability. Die gesamte Benutzeroberfläche wurde vereinfacht. Dazu kommt bei der CEREC Primescan ein Touchscreen, der eine Bildbearbeitung durch Fingergesten am Touchscreen entsprechend heutiger Nutzergewohnheiten ermöglicht. Auch die Menü-Führung wurde angepasst, unter anderem überspringt die Software nun automatisch nicht benötigte Schritte im Workflow. Auf Wunsch können diese Schritte jederzeit selbst ausgeführt werden.

„Mit der fünften Generation ist die CEREC-Software erwachsen geworden. Die Benutzeroberfläche wurde aufgeräumt und ist nun ruhiger und weniger bunt als vorher. Neben dem cleanen, zeitgemäßen Look überzeugt CEREC 5 auch in der Bedienung“, fasst Peter Matheis, CAD/CAM-Spezialist bei Henry Schein, die Neuerungen bei der CEREC Software zusammen.

Matheis hat in den Monaten seit der IDS mit vielen Anwendern der neuen Technik gesprochen:

„Zahnärzte, die bereits Erfahrungen mit der neuen Software und der Primescan gesammelt haben, loben besonders die Korrektur von Fehlaufnahmen. Früher musste man bei versehentlichen Aufnahmen – zum Beispiel, wenn ein Stück Wange ins Bild geriet – diese Teile aufwändige manuell markieren und einzeln löschen. Mit der Primescan vereinfacht sich der Ablauf deutlich, da man die betreffende Stelle einfach erneut scannen kann, die Software tauscht die Daten automatisch aus. Dieses Feature ist mit dem jüngsten Update auf die Version 5.1 auch für die CEREC AC Omnicam verfügbar.“

Das sind die Features und Funktionen der CEREC Software Generation 5

Die wichtigste Frage vieler Inhaber der Omnicam lautet nun: Lohnt sich das Update für mich? Wir haben die Vorteile der CEREC Software Generation 5 zusammengefasst.

  • Die CEREC SW 5.1 ermöglicht es Inhabern der Omnicam mit CEREC AC, von dem Performance-Update und den meisten Vorteilen der weiterentwickelten CEREC-Software zu profitieren, ohne in ein neues Gerät zu investieren. Die Verbesserungen betreffen unter anderem die automatische Berechnung der Präparationsgrenze, die automatische Artefaktentfernung, die intuitive Benutzerführung und bessere Erstvorschläge durch KI. Alle Details, hilfreiche Tutorials und der Download-Link finden sich auf der Seite von Dentsply Sirona.
  • Die neue Version der CEREC Connect Software 5.1 bietet neue Optionen und mehr Bedienkomfort und Effizienz im digitalen Workflow. Neue Indikationen wie Aligner, Schienen und individuelle Abdrucklöffel erweitern das Portfolio. Weitere Informationen, hilfreiche Tutorials und ein Download-Link finden sich auf der Seite von Dentsply Sirona.
  • CEREC Software 5 OraCheckDie neue OraCheck 5 Software (einmalige Lizenz nötig, keine monatlichen Kosten) visualisiert Veränderungen in der Zahn- und Schleimhautsituation durch einen Vergleich zwischen zwei oder mehreren digitalen Modellen und ermöglicht so eine zeitgemäße Patientenkommunikation. Mehr Informationen zu den Features, dem Workflow und den klinischen Vorteilen sowie hilfreiche Tutorials finden sich auf der Seite von Dentsply Sirona.

Peter Matheis bewertet es als positiv, dass Sirona die technischen Neuentwicklungen auch für Anwender der Omnicam verfügbar macht:

„Mit einem Upgrade auf die fünfte Generation können Anwender an neuen technischen Entwicklungen teilhaben und die Effizienz ihres bestehenden Equipments steigern. Die OraCheck-Software ist nach meiner Einschätzung für die Patientenkommunikation eine wirkliche Bereicherung für kleines Geld und ein neues Alleinstellungsmerkmal von CEREC.“

Diese Geräte benötigen für CEREC SW Generation 5 ein Update des Betriebssystems auf Windows 10

Voraussetzung für ein Update der CEREC AC Omnicam auf die Generation 5 Software ist ein Windows 10-Betriebssystem in einer besonderen Variante für den Einsatz mit CEREC, die mit speziellen Treibern versehen wurde.

Je nach Modell muss das Gerät dafür entweder mit dem sogenannten „Performance Paket“ aufgerüstet, das aus einer neuen SSD Festplatte, einer Arbeitsspeicheraufrüstung und der Windows 10 Lizenz besteht. Bei älteren Systemen ist ein neuer Rechner mit der entsprechenden Leistung erforderlich.

Erkennbar ist das am Hardwarestand, der als kleiner Aufkleber hinten auf dem Rechner der Omnicam steht. Ist die erste Zahl hier eine 1 oder 2 muss der Rechner getauscht werden. Dieser Tauschrechner ist für Mitglieder des Service Club gegebenenfalls kostenfrei, wenn sich das Gerät im dritten bis sechsten Jahr der Laufzeit befindet und bislang noch kein Rechner abgerufen wurde. Geräte, die mit dem “Performance Paket” aufgerüstet werden können, haben auf dem Hardwarestand-Aufkleber 3 oder 4 an erster Stelle.

Peter Matheis: „Ich empfehle allen Praxen, nicht nur das Aufrüsten, sondern auch das Upgrade auf Windows 10 sowie das Aufspielen der neuen CEREC-Software durch einen Techniker machen zu lassen.“

Das Update auf Windows 10 ist ein notwendiger Schritt des Herstellers für die Zukunftssicherheit des CEREC-Systems. Denn am 14. Januar 2020 läuft der offizielle Support von Microsoft für Windows 7 aus (End of Life (EOL) Status). Damit werden auch keine neuen Updates für das Betriebssystem Windows 7 bereitgestellt, die Systeme werden unsicher. Windows 7 wurde bereits 2009 vorgestellt. Das System ist 2020 demnach über elf Jahre alt – eine extrem lange Lebensdauer für ein Betriebssystem.

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