Dentalmikroskop

Ich sehe was, was du nicht siehst: 5 unschlagbare Gründe für ein Dentalmikroskop

„Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“ – Dieser Satz aus „Der kleine Prinz“ könnte auch von einem Zahnarzt zitiert werden, der die Vorzüge eines Dentalmikroskops zu schätzen gelernt hat. Wir haben Experten gefragt und fünf unschlagbare Gründe für die Arbeit mit einem Mikroskop zusammengefasst.

Das Dentalmikroskop hat sich längst seine Stellung im zahnärztlichen Praxisalltag erobert. Die Einsatzmöglichkeiten sind ebenso vielfältig wie die Vorteile, die sich für Zahnarzt und Patienten ergeben. Zunächst: Die Arbeit mit einem modernen Dentalmikroskop macht verblüffend viel Spaß! Während die Lupenbrille zwar schon mehr Einsicht gewährt als das bloße Auge, kommt auch diese mit ihren maximal Vergrößerungen zeitweise an ihre Grenzen. Dentalmikroskope mit ihren vielfältigen Funktionalitäten, der variablen Vergrößerung und der perfekten Ausleuchtung sind deutlich überlegen.

1. Unsichtbares sichtbar machen: Diagnostik

Seinen ersten Trumpf spielt das Mikroskop bei der Diagnostik aus. Der Zahn bzw. die Kieferregion werden optisch stark vergrößert und optimal ausgeleuchtet. Selbst kleine Details und feine Strukturen sind sichtbar. Auf kontrastreichen und natürlich wirkenden Bilder werden z. B. Läsionen oder undichte Randspalten erkannt, die dem menschlichen Auge verborgen bleiben. Die Behandlung kann optimal darauf abgestimmt werden.

Beispiel Kariesscreening: Das ZEISS EXTARO 300 integriert zusätzlich zu den Funktionen der Mikroskopie (optische Vergrößerung) den Fluorescence Mode. Dies hilft beim Erkennen von kariösem Zahngewebe während der Exkavation und differenziert zudem Schmelz und Dentin von Kompositen. Durch die visuelle Unterscheidung wird wertvolle Behandlungszeit gespart.

2. Komfortable Perspektive einnehmen: Ergonomie

Schluss mit Nacken- und Rückenproblemen nach einem langen Praxistag. Die Arbeit am Dentalmikroskop lässt eine entspannte Körperhaltung zu. Die komfortable, aufrechte Behandlungsposition entspricht einer ergonomisch perfekten Sitzhaltung. Diesen Vorzug wird jeder Zahnarzt schnell spüren.

3. Endlose Aussichten: Therapie

Schattenfreie Ausleuchtung, ideale Tiefenschärfe, variable Vergrößerung ermöglichen ein exaktes Arbeiten – detailscharf für hohe Qualitätsansprüche. Die Sicherheit der Behandlung und die Vorhersagbarkeit werden verbessert. Beispielsweise ermöglicht das Dentalmikroskop die Kariesentfernung in einer völlig neuen Qualität. Kariöse Läsionen werden frühzeitig erkannt und gezielt therapiert. Durch eine defektspezifische Präparation wird eine zu großzügige Exkavation verhindert. Kariöse Anteile werden nicht übersehen. Es wird minimalinvasiv agiert. Approximale Randleisten können in vielen Fällen optimal erhalten bleiben. Zudem ist die Arbeit in unter sich gehenden Bereichen vereinfacht. Fast schon obligatorisch und für viele Zahnärzte unverzichtbar ist der Einsatz in der Endodontie. Aber auch in der Parodontologie oder Oralchirurgie schätzen viele Zahnärzte längst die „grandiosen“ Aussichten.

4. Größe zeigen: Kommunikation mit Patienten und Kollegen

Live-Bilder, Fotos, Videos … Visualisieren Sie Ihre Befundung. Erläutern Sie dem Patienten Untersuchungsergebnisse mithilfe von aussagekräftigen Videos und Bildern. Der Patient versteht so die Therapie besser und kann Empfehlungen nachvollziehen. Dentalmikroskope der neuen Generation haben hierfür spezielle Aufnahme- und Wiedergabefunktionen (z. B. Zeiss, Leica). Demonstrieren Sie dem Patienten den Wert Ihrer Arbeit über die integrierte Kamera. Anschließend können die digitalen Bilder und Videos archiviert und/oder schwierige Fälle im Behandlungsteam oder Kollegenkreis besprochen werden.

5. Weitblick behalten: Dokumentation

Moderne Mikroskope ermöglichen Full-HD-Aufnahmen. Einerseits kann die Assistenz an einem externen Monitor am Behandlungsgeschehen teilhaben. Zum anderen werden dem Patienten die einzelnen Behandlungsschritte visualisiert – während und nach der Behandlung. Außerdem können wichtige Daten/Ansichten per Knopfdruck ohne Arbeitsunterbrechung erfasst werden. Hieraus ergeben sich gute Voraussetzungen für eine rechtssichere Dokumentation.

Fazit

Wer nach einer unvermeidlichen Lernkurve den Komfort einer optimalen Sicht, perfekten Ausleuchtung und einer bequemen und rückenschonenden Sitzweise kennengelernt hat, möchte sein Dentalmikroskop im Praxisalltag nicht mehr missen! Bei der Anschaffung des individuell passenden Gerätes sollten diverse Punkte bedacht werden, z. B. die Installationsart (Montage), die mögliche Entkoppelung von Okular und Optik (Ergonomie) oder die Qualität der Linsen.

Sie wollen mehr über Dentalmikroskope erfahren? Dann besuchen Sie eine unserer Veranstaltungen oder Workshops, um sich von der Vielfältigkeit zu überzeugen.

 

(Annett Kieschnick, Freie Fachjournalistin)

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